Löw nominiert Suat Serdar für die DFB-Auswahl nach! Er ersetzt Toni Kroos

Gelsenkirchen - Der nächste Neue! Bundestrainer Joachim Löw hat auf die nun feststehenden Ausfälle von Toni Kroos (Real Madrid) und Jonas Hector (1. FC Köln) reagiert und Suat Serdar vom FC Schalke 04 nachnominiert.

Suat Serdar (l.) absolvierte bereits 39 Länderspiele für die deutschen Jugend-Nationalteams.
Suat Serdar (l.) absolvierte bereits 39 Länderspiele für die deutschen Jugend-Nationalteams.  © Silas Stein/dpa

Für den 22-Jährigen ist es die erste Berufung in den Kader der deutschen Nationalmannschaft. Allerdings hat der in Bingen geborene zentrale Mittelfeldspieler schon 39 Länderspiele für die deutschen Junioren-Nationalteams absolviert.

Von der U16 an, für die er am 12. Mai 2013 beim 0:1 in Irland debütierte, durchlief er alle Mannschaften des DFB.

Sein letztes Spiel für eine Jugend-Nationalelf war am 30. Juni 2019 das knapp verlorene U21-EM-Finale gegen Spanien (1:2), wo er 61 Minuten auf dem Feld stand.

Seitdem ist eine Menge passiert. Serdar, trotz seines großen Talents in jungen Jahren oft noch zu inkonstant für die 1. Bundesliga, ist in der laufenden Spielzeit einer der großen Leistungsträger auf Schalke.

Nach Knieproblemen, die ihn an den ersten beiden Spieltagen zum Aussetzen zwangen, zeigte der kampfstarke Sechser, was in ihm steckt.

In den letzten vier Partien traf er drei Mal und zeigte auch davon abgesehen starke Leistungen als aggressiver Anführer im Mittelfeldzentrum mit einer großen körperlichen Präsenz, aber auch Technik, Spielübersicht und guten Pässen.

Suat Serdar kam 2018 für 10,5 Millionen Euro vom 1. FSV Mainz 05 zum FC Schalke 04

Suat Serdar (r.) wurde von Bundestrainer Joachim Löw für die deutsche Nationalmannschaft nachnominiert.
Suat Serdar (r.) wurde von Bundestrainer Joachim Löw für die deutsche Nationalmannschaft nachnominiert.

Ausgebildet wurde Serdar seit 2008 beim 1. FSV Mainz 05, wo er über Jahre hinweg im Jugendbereich starke Leistungen zeigte und deshalb den Sprung zu den Profis schaffte.

Dort debütierte er am 18. September 2015 beim 3:1-Sieg der Mainzer über die TSG 1899 Hoffenheim im Alter von 18 Jahren, fünf Monaten und sieben Tagen. Er wurde in der 88. Minute für Yunus Malli eingewechselt.

Seitdem kamen noch 53 Spiele für die erste Mannschaft hinzu (drei Tore, eine Vorlage).

Als junger und entwicklungsfähiger Mittelfeldmann spielte er sich mit seinen Stärken schnell in den Fokus größerer und finanzkräftigerer Vereine wie Schalke, das im Sommer 2018 den Zuschlag bekam und Serdar für eine Ablöse von 10,5 Millionen Euro nach Gelsenkirchen holte.

Dort war er schon in der verkorksten Vorsaison Stammspieler und kam auf wettbewerbsübergreifend 35 Einsätze (zwei Tore, zwei Vorlagen).

Nicht nur die Knappen, auch er scheint seine Lehren aus dieser schwierigen Spielzeit gezogen zu haben. Denn so stark wie momentan konnte man ihn noch nie sehen. Unter dem neuen S04-Coach David Wagner blüht er auf und ist ein herausragender Sechser, dessen Nominierung für die Nationalmannschaft deshalb folgerichtig ist.

Allerdings muss er noch zeigen, ob er sein aktuelles Niveau dauerhaft halten kann.

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