126-Millionen-Euro-Hammer: Atlético Madrid angelt sich dieses "Jahrhunderttalent"!

Madrid (Spanien) - "Jahrhunderttalent!" So nannte Eintracht Frankfurts Trainer "Adi" Hütter Joao Felix (19) nach dessen Weltklasse-Auftritt im Europa-League-Viertelfinal-Hinspiel gegen die SGE.

Joao Felix bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt im Europa-League-Viertelfinal-Hinspiel für Benfica Lissabon.
Joao Felix bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt im Europa-League-Viertelfinal-Hinspiel für Benfica Lissabon.  © DPA

4:2 gewann Benfica, drei Tore schoss Felix und bereitete den vierten Treffer direkt vor. Zwar flog Lissabon im Rückspiel gegen Frankfurt aus dem Wettbewerb, doch der Stern von Felix war längst erstrahlt.

Nahezu die gesamte Fußballelite riss sich um den verheißungsvollen portugiesischen Nationalspieler. Den Zuschlag bekam am Mittwochabend Atlético Madrid, das 126 Millionen Euro (!) für den Nachfolger von Antoine Griezmann ausgibt.

Felix unterschrieb bei Atlético einen außergewöhnlich langen Vertrag: Bis zum 30. Juni 2026 läuft sein Kontrakt in Madrid!

Doch wer ist dieser Joao Felix? Wo kommt er her? Geboren wurde Felix am 10. November 1999 in Viseu, gut 130 Kilometer von Porto entfernt.

Der FC Porto erkannte sein Talent früh und so kickte der technisch extrem versierte Offensivspieler bereits im Alter von acht Jahren in der Jugend des portugiesischen Spitzenklubs.

Doch hier gab es für den Straßenfußballer mit dem ausgeprägten Spielinstinkt und Torriecher den ersten großen Rückschlag seiner noch jungen Karriere: Er wurde im Alter von 15 Jahren aussortiert - wie heute klar ist, eine der größten Fehleinschätzungen in der jüngeren Vereinsgeschichte.

Benfica Lissabon verpflichtete Joao Felix bereits im Jugendalter

Joao Felix erspielte sich bei Benfica Lissabon schnell einen Stammplatz.
Joao Felix erspielte sich bei Benfica Lissabon schnell einen Stammplatz.  © DPA

So schlug Benfica zu und holte Felix im Sommer 2015 in die U17.

Dort begeisterte der vielseitig einsetzbare Offensivmann, der am liebsten als hängende Spitze agiert oder auf der Zehn spielt, mit seiner Dribbelstärke, seiner fantastischen Spielübersicht, seinen genialen Pässen und seiner Torgefahr früh.

Er sammelte in der vergangenen Saison weiter in Lissabons zweiter Mannschaft, die in Portugals zweiter Liga spielt und der Youth League weitere Erfahrungen, ehe er in der laufenden Spielzeit auch bei den Profis debütierte.

Am 18. August 2018 wurde er vom damaligen Trainer Rui Vitoria bei Benficas 2:0-Auswärtssieg bei Boavista Porto kurz vor Schluss eingewechselt.

Doch viel mehr als Kurzeinsätze sprangen unter Vitoria noch nicht heraus, obwohl Felix in seinem zweiten Ligaspiel im wichtigen Derby gegen Sporting Lissabon den 1:1-Ausgleich erzielte.

Auch bei seinem ersten Startelfeinsatz in der Liga NOS traf er, der den Brasilianer Kaka als sein Vorbild bezeichnet, direkt. Dann bremste ihn allerdings eine Fußverletzung aus.

Joao Felix mit überragender Bilanz im ersten Männerjahr bei Benfica Lissabon

Joao Felix wurde am Mittwochabend bei Atlético Madrid als Neuzugang vorgestellt.
Joao Felix wurde am Mittwochabend bei Atlético Madrid als Neuzugang vorgestellt.  © DPA

Doch nun sollte Felix Glück haben. Denn als Bruno Lage am 4. Januar das Traineramt bei Benfica übernahm, war er gesetzt und spürte fortan das Vertrauen, spielt unter dem neuen Coach immer von Beginn an.

Das zahlt Felix mit einer beeindruckenden Quote zurück: In wettbewerbsübergreifend 43 Partien kam er auf 20 Treffer und elf direkte Torvorlagen - und das in seiner ersten Männersaison!

Der junge Mann mit der Zahnspange und dem schmächtigen Körperbau, der bei einer Körpergröße von 1,80 Meter gerade mal 62 Kilogramm auf die Waage bringt, weiß sich dank seiner herausragenden Handlungsschnelligkeit, seinen Tricks und seinem fließenden, eleganten Bewegungsablauf im Zweikampf problemlos zu behaupten.

So erzielte er bereits das ein oder andere Kopfballtor, was auch daran liegt, dass er ein sehr gutes Gespür für Räume hat und bereits sehr abgeklärt vor dem Tor ist. Dazu kann er bereits gut einschätzen, wann er selbst schießen muss und wann ein Pass angebracht ist.

All diese Stärken soll er nun bei Atlético einbringen.

Titelfoto: DPA

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