Mann zündete sich selbst an: Jetzt droht ihm ein Haftbefehl!

Auf Facebook wird kontrovers über diesen Fall diskutiert.
Auf Facebook wird kontrovers über diesen Fall diskutiert.

Mörlenbach/Darmstadt - Wie verzweifelt muss dieser Mann gewesen sein? Ein 32-Jähriger hat sich im Jobcenter im hessischen Mörlenbach mit einem Brandbeschleuniger übergossen und selbst angezündet.

Derzeit liegt er schwer verletzt im Krankenhaus. Nun droht ihm ein Strafverfahren wegen versuchten Totschlags.

Protest oder Verzweiflung? Der Vorfall wird auf der Plattform "gegen-Hartz.de" ausführlich beschrieben. Dort wurde bereits seit Donnerstag das "Schweigen von Politik und Medien" angeprangert. Auch auf der Facebook-Seite wird über diesen Fall heftig diskutiert.

Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst beschreiben die Situation so: Nach inzwischen bestätigten Angaben übergoss sich der Betroffene Mittwochnachmittag gegen 15.15 Uhr aus Protest im Mörlenbacher Jobcenter mit einer brennbaren Flüssigkeit. "Danach ging er in das Büro eines Jobcenter-Sachbearbeiters und zündete sich dort an. Zwei anwesende Mitarbeiter der Behörde und weitere hinzugeeilten Menschen konnten den Mann löschen."

Mit schwersten Verbrennungen wurde er per Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Es besteht derzeit akute Lebensgefahr. Einer der helfenden Mitarbeiter erlitt durch das Löschen leichte Brandverletzungen. Eine weitere Sachbearbeiterin erlitt einen Schock. Das Jobcenter wurde im Anschluss geräumt.

Gegen den Verdächtigen ist Haftbefehl wegen eines versuchten Tötungsdelikts erlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Freitag mit. Die Hintergründe müssen laut der Behörde noch geklärt werden.

Fotos: dpa (1), Halkasch (1), Facebook (1)


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0