Solarworld-Insolvenz: Bekommt Sachsen jetzt seine Fördermillionen zurück?

Er baute Solarworld auf, unter ihm ging die Firma auch ein: Frank Asbeck 
(57). Hier ein Foto von Ende März.
Er baute Solarworld auf, unter ihm ging die Firma auch ein: Frank Asbeck (57). Hier ein Foto von Ende März.  © DPA

Freiberg - Neustart, Weiterbetrieb oder Aus? Nach der Insolvenz für Solarworld in Freiberg (TAG24 berichtete) wird nun nach Lösungen gesucht. Zu klären ist auch, wie mit den Dresdner Fördermillionen für die Firma verfahren wird.

Gleich zu Beginn dieser Woche will sich Insolvenzverwalter Horst Piepenburg an die 1260 sächsischen Mitarbeiter wenden.

Bereits kurz nach dem Gang zum Amtsgericht Bonn (nicht Freiberg!) gab es am Freitag eine entmachtete sächsische Geschäftsführung. Sprecherin Susanne Herrmann erhielt einen Maulkorb. Jeder Satz, der nun an die Öffentlichkeit dringt, wird über eine Kölner Agentur für Krisenmanagement gestreut.

Denn bei der Suche nach Investoren geht es um Taktik und auch um solche Hinterlassenschaften: SolarWorld Industries Sachsen GmbH und die SolarWorld AG erhielten vom Freistaat eine Investförderung von rund 11,2 Millionen Euro. Dafür gibt es eine „Bindefrist“ von fünf Jahren, so das Wirtschaftsministerium.

„Im Fall der Insolvenz während dieses Zeitraums ist das Geld zurückzufordern“, heißt es. „Sollte sich dann im Rahmen des Insolvenzverfahrens eine Weiterführung des Unternehmens ergeben, kann zum Beispiel der Erwerber in die „alte Förderung“ eintreten.

Sollte es aber keinen Investor geben und das Unternehmen zu hohe Schulden statt Geld haben, ist auch das Fördergeld bedroht.

Insolvenzverwalter Horst Piepenburg
Insolvenzverwalter Horst Piepenburg

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