Jobsuche! Flüchtlinge auf Sachsens größter Bildungsmesse

Informiert sich auf der „Karriere- Start“: Abu Kaker Mohammed (26) aus Libyen lässt sich von Carina Richter (40) beraten.
Informiert sich auf der „Karriere- Start“: Abu Kaker Mohammed (26) aus Libyen lässt sich von Carina Richter (40) beraten.

Dresden - 459 Aussteller informieren auf der „KarriereStart“ über Praktika, Ausbildung, Studium und Jobs: Sachsens größte Bildungsmesse (32.000 Besucher im Vorjahr) lockt am Wochenende wieder Nachwuchskräfte ins Ostragehege. Darunter erstmals auch etliche Flüchtlinge!

Handwerk, Dienstleistungen, Medien, IT, Handel, Medizin und Pflege - auf der Messe präsentieren sich Unternehmen der Region. Neben 150 Vorträgen und Workshops gibt es Handwerk und Technik zum Anfassen, Besucher können sich selbst ausprobieren.

Bemerkenswert: Unter den neugierigen Gästen tummeln sich auffällig viele Asylsuchende! Etliche Schulen, die Deutschkurse oder Vorbereitungskurse für Flüchtlinge anbieten, finanzieren den Messe-Besuch. „Ich habe schon in Libyen als Mechaniker gearbeitet“, sagt Mohammed Abu Baker (26) in gut verständlichem Deutsch.

„Darum will ich in Sachsen eine Lehre als Mechatroniker beginnen.“ Mit 14 Mitschülern aus Pirna informierte sich der Kriegsflüchtling gestern über mögliche Lehrstellen.

Der Caritasverband für Dresden begleitete 170 Flüchtlinge (17-26 Jahre), die in Dresden Vorbereitungsklassen besuchen. „Wir zeigen ihnen, wie viele Berufe es gibt und welche Voraussetzungen in Deutschland an die Bewerber gestellt werden“, sagt Betreuerin Sigrid Kokot. „An den Schulen wird der Besuch dann ausgewertet.“

Die KarriereStart auf dem Messegelände öffnet am Wochenende von 10 bis 17 Uhr. Eintritt: 5/3,50 Euro.

Foto: Holm Helis


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