Joggerin in Leipzig brutal vergewaltigt: MDR auf der Spur der Täter

Leipzig - Fast zwei Jahre ist die grausame Vergewaltigung einer damals 69-jährigen Joggerin im Leipziger Rosental nun schon her (TAG24 berichtete). Bisher ist der Täter noch immer auf freiem Fuß. Eine MDR-Kriminalsendung begibt sich daher noch einmal auf "Die Spur der Täter".

Die Joggerin (damals 69) ging die Rosentalwiese entlang, passierte das Zooschaufenster.
Die Joggerin (damals 69) ging die Rosentalwiese entlang, passierte das Zooschaufenster.  © Nico Zeißler

Es ging kaum öffentlichkeitswirksamer! Am 31. August 2017, einem Donnerstag, gegen 9 Uhr machte sich die Frau auf den Weg zu einer morgendlichen Joggingrunde.

Sie startete an der Emil-Fuchs-Straße, benutzte zunächst den Hauptweg an der Rosentalwiese, passierte das Zooschaufenster auf der rechten Seite und bog dann in einen Schotterweg in den Wald ab.

Am Gohliser Schlösschen lief sie am dortigen Spielplatz vorbei, benutzte anschließend schmale, unbelebte Wege. Dort sah sie erstmals den Mann, der sie wenig später sexuell missbrauchen sollte. Sie joggt an ihm vorbei. Doch der Vergewaltiger folgt ihr, beginnt ebenfalls zu joggen.

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Auf einem offenen Wiesenstück außerhalb des Waldes reißt er die 69-Jährige zu Boden, schlägt und tritt ihr mehrfach heftig ins Gesicht. Er zerrt sie auf die Wiese und vergewaltigt sein Opfer, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Anschließend flüchtet er und lässt die Frau blutend und schwer verletzt liegen. Aufgrund ihrer Gesichtswunden muss sie sich sogar einer Not-OP unterziehen.

"Das wird keine zufällige Tat gewesen sein"

Anschließend bog sie in diesen Weg ein, lief weiter bis zum Gohliser Schlösschen. Unweit dessen begegnete sie ihrem Vergewaltiger.
Anschließend bog sie in diesen Weg ein, lief weiter bis zum Gohliser Schlösschen. Unweit dessen begegnete sie ihrem Vergewaltiger.  © Nico Zeißler

Wie weit sind die Beamten mit ihren Ermittlungen? Gibt es Chancen, den Täter nach so langer Zeit noch zu finden?

"Die Tatzeit und die Örtlichkeit wird sich der Täter im Vorfeld angeschaut haben", ist sich Polizeisprecher Andreas Loepki sicher. "Das wird keine zufällige Tat gewesen sein. Er wird das abgepasst haben."

Man müsse sogar darüber diskutieren, ob sadistische Züge vorliegen, wenn ein junger, kräftiger Mann dieses wehrlose Opfer ausnutzt, sagt Kriminologin Dr. Bettina Götze.

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Trotz der abscheulichen Tat und der brutalen Vorgehensweise, konnte die Joggerin ihren Vergewaltiger recht gut wie folgt beschreiben:

  • südländischer Typ
  • 25 bis 35 Jahre alt
  • 1,70 bis 1,75 Meter groß und eine kräftige/stämmige Statur
  • dunkle Haare
  • kurzer, dunkler ungepflegter Bart
  • bekleidet mit einfarbigem Basecap in gedeckter Farbe, kariertem Hemd mit blau/grünen länglichen Karos, leichter Jacke, knielanger Hose (eventuell grau), Sportschuhen

Die Leipziger Kripo ermittelt noch immer und bittet auch weiterhin Zeugen, die Hinweise auf das Geschehen und/oder den Täter machen können, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1, in 04107 Leipzig oder unter der Telefonnummer 034196646666 zu melden.

Dieser Fall wird am heutigen Mittwochabend bei "Die Spur der Täter" ab 21.15 Uhr im MDR-Fernsehen gezeigt.

Eine Joggerin ist am Morgen allein im Rosental unterwegs. (Symbolbild)
Eine Joggerin ist am Morgen allein im Rosental unterwegs. (Symbolbild)  © Nico Zeißler

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