Die skurrilsten Verbrechen in Jogginghosen

Am 21. Januar ist Internationaler Tag der Jogginghose.
Am 21. Januar ist Internationaler Tag der Jogginghose.

Dresden - Der Tag der Jogginghose rückt näher. Doch nicht nur "harmlose Bürger" schätzen das bequeme Kleidungsstück. Auch Kriminelle machen sich die Vorteile der eigentlichen Sporthose zu nutzen - manchmal auf skurrilste Art und Weise.

Am 21. Januar ist es wieder soweit: Der Internationale Tag der Jogginghose. Fans sehnen diesem Tag entgegen, denn endlich dürfen sie wieder ungehemmt ihrer Liebe zum Schlabberlook frönen.

Karl Lagerfeld hingegen sagte schon 2012 in der Talkshow von Markus Lanz: "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren." Das könnte auch auf die folgenden Kriminellen zutreffen, die sich Jogginghosen als Komplizen nahmen.

Jogginghose als Terrarium: So eine Jogginghose bietet viel Platz. Das dachte sich auch ein 27-jähriger Kanadier. Bei seiner Rückkehr aus den USA fiel er US-Polizisten bei der Grenzkontrolle auf. "Unregelmäßige Wölbungen" hätten die Beamten stutzig gemacht. Zu Recht! Der Mann hatte sich 51 lebende Schildkröten an den Körper geklebt. Von Kanada aus wollte er die Tiere nach China verkaufen. Blöd nur, dass er erwischt wurde. Im Dezember 2015 wurde der Möchtegern-Schmuggler von einem Gericht im Bundestaat Michigan schuldig gesprochen - ihm drohen bis zu zehn Monate Haft.

Die Jogginghose hat als Kleidungsstück längst Einzug in den Alltag gefunden.
Die Jogginghose hat als Kleidungsstück längst Einzug in den Alltag gefunden.

"Gutes" Versteck für geklaute Beute: Wohin mit den vielen Zigaretten? Das fragte sich ein Ladendieb im schwäbischen Laichingen nicht lange. Als er im Mai 2015 in einem Supermarkt 100 Schachteln Zigaretten zum Fünf-Finger-Rabatt einsacken wollte, machte er kurzen Prozess: Ab in die Hose damit. Hätte er mal noch einen Moment länger nachgedacht. Denn mit 100 Zigarettenschachteln in der Hose rennt es sich logischerweise nicht allzu gut. Und so musste er sich bei der Flucht vor einer Kassiererin seiner Beute entledigen. Zwar entkam der Dieb, "gewonnen" hatte er bei der Aktion aber nichts.

Wenn der Satz "Lassen Sie mal die Hose runter!" zum Problem wird: Im März 2014 wurde ein Mann in einem Kaufhaus bei Köln von einem Detektiv beobachtet. Sein seltsamer Gang kam dem Angestellten verdächtig vor, worauf die Polizei alarmiert wurde. Bei der Untersuchung dann die langwierige Prodezur des "Hoserunterlassens". Erst eine, dann noch eine, dann noch eine und dann noch eine. Ganz genau: Drei brandneue Jeans versuchte der Ladendieb unter seiner alten, schlabbrigen Jogginghose verschwinden zu lassen. Ohne Erfolg!

"Mein Geld habe ich am liebsten ganz eng am Körper": "Unnatürliche Ausbuchtungen" machen nicht nur US-amerikanische Grenzbeamte stutzig. Auch die Zöllner in Weil am Rhein an der Grenze zur Schweiz wunderten sich im August 2010 über den vermeintlichen Körperbau eines Autofahrers. Seine Nervosität tat ihr Übriges - und so wurde der Mann gründlich kontrolliert. Unter seiner weiten Hose kam eine weitere Jogginghose zu Tage. Die Beine dieser zweiten Hose waren zugeklebt und boten so ausreichend Platz für zahlreiche 50-Euro-Scheine. Auf diese Weise versuchte er zusammen mit seiner Frau 82.000 Euro über die Grenze zu schmuggeln.

Waschtag bei der Polizei? Dieser Betrugsversuch war dann doch zu dilettantisch geplant. Oder waren Polizeiuniformen im Kostümverleih vergriffen? Wir wissen es nicht. Bekannt ist allerdings: Im Februar 2011 versuchten falsche Polizisten auf der A3 bei Frankfurt/Main Autofahrer zu kontrollieren. Neben ihren legeren Jogging-Outfits sorgten auch ihre Alkoholfahnen für Skepsis. Ein Fahrer fuhr kurzerhand davon und informierte echte Beamte, die kurz darauf auch echte Handschellen klicken ließen.

Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel (1), dpa/Ole Spata (1)


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