Mindestens 18 Tote nach Beschneidung

Johannesburg - In Südafrika sind innerhalb eines Monats mindestens 18 junge Männer im Zusammenhang mit einem Beschneidungsritual gestorben.

Ein Mann in Bungoma (Kenia) schärft sein Messer für die Beschneidung eines Jungen.
Ein Mann in Bungoma (Kenia) schärft sein Messer für die Beschneidung eines Jungen.  © EPA/STEPHEN MORRISON (c) dpa

Die Todesursachen seien unter anderem Blutvergiftung, Verbrennungen und auch ein Suizid gewesen, erläuterte am Dienstag ein Sprecher der Provinz Ostkap, Mamkeli Ngam.

Die jungen Männer im Alter von 17 bis 20 Jahren von der Volksgruppe der Xhosa nahmen an einem traditionellen Initiationsritus teil, bei dem sie ohne Betäubung beschnitten werden.

Dafür ziehen sie in der Regel rund zwei Wochen in ein Lager im Busch. Im vergangenen Jahr gab es bei dem "ulwaluko" genannten Ritual 14 Tote, wie Ngam erklärte.

Die Todesfälle sind häufig eine Konsequenz unsachgemäßer Durchführung der Beschneidung.

Bei einer verpatzten Beschneidung kann es zu einer unabsichtlichen Amputation oder schweren Infektionen kommen.

Während Experten zufolge früher Beschneidungen durch erfahrene Stammesälteste durchgeführt wurden, wollen heute oft Quacksalber damit Geld verdienen.

Auch Dehydrierungen stellen eine Gefahr dar - bei vielen kursiert die Vorstellung, dass weniger Trinken männlicher sei.

Titelfoto: EPA/STEPHEN MORRISON (c) dpa


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