"Noch mehr Tote als in Kapitel 2"! John-Wick-3-Star Reeves plaudert aus Nähkästchen

Berlin - Keanu Reeves (54) und Chad Stahelski (50) hautnah! Der beliebte Hauptdarsteller aus "John Wick: Kapitel 3 - Parabellum" und der Regisseur stellten ihren Action-Reißer in Berlin im Rahmen einer Pressekonferenz im edlen Hotel de Rome vor.

Verrückt: John Wick (Keanu Reeves) reitet auf einem Pferd durch Brooklyn!
Verrückt: John Wick (Keanu Reeves) reitet auf einem Pferd durch Brooklyn!  © PR/Concorde Filmverleih GmbH

Im beeindruckenden Ballsaal betraten die beiden Filmschaffenden unter höflichem Applaus der Medienleute die Bühne, auf der der bekannte Moderator Patrice Bouédibéla (MTV) durch die Veranstaltung führte.

Für besonders großes Interesse bei den Journalisten sorgten die Kampfszenen mit Tieren, von denen es im dritten Kapitel einige zu sehen gibt: "Die Pferde waren wirklich aufregend. Es machte viel Spaß, mit ihnen zu trainieren. Es war cool, auf einem Pferd durch Brooklyn zu reiten", blickte Revees zurück.

Am häufigsten mussten der Dreh übrigens nicht wegen verpatzter Dialoge oder Kampfchoreografie unterbrochen werden, sondern um "Pferdemist wegzuschippen", so Stahelski grinsend.

Auch davon abgesehen war der Dreh mit den verschiedenen Tieren keineswegs leicht. In Casablanca jagten die Filmhunde gerne mal Straßenkatzen und "in New York jagten sie ein Pferd. Es war aber nicht eines von unseren, sondern von der New Yorker Polizei. Das ist jetzt lustiger, als es damals war", sagte Stahelski und musste doch lächeln.

Mit den menschlichen Darstellern gab es dagegen weniger Probleme. Gerade Reeves und Stahelski kennen sich seit Jahrzehnten. Der heutige Regisseur war das Stunt-Double seines Kumpels in der weltberühmten "Matrix"-Trilogie. Deshalb sind die beiden schon lange ein eingespieltes Team.

Kampfmaschine Keanu Reeves

 Keanu Reeves beim Photocall im Berliner Hotel de Rome.
Keanu Reeves beim Photocall im Berliner Hotel de Rome.  © DPA

Die Vorbereitung von Reeves auf diesen körperlich extrem anspruchsvollen Dreh war intensiv: Bereits vier Monate vor Drehstart begann er mit dem körperlichen Training, lernte die Choreografie und schaute sich viele Actionfilme an.

Denn Reeves macht fast all seine Stunts und Kampfszenen selbst und sagt zum Erstaunen der Anwesenden: "Ich habe mich bei 'John Wick' nie verletzt. Viele Menschen helfen und unterstützen mich. Chad will die Action pushen, überlegt sich aber immer, was jeder mit seinen Fähigkeiten leisten kann."

Der 54-Jährige kann offenbar sehr viel leisten. So waren Drehtage mit zehn Stunden Action-Sequenzen, kräftezehrend, sodass Reeves freimütig zugab: "Nach einem 'John-Wick'-Film muss ich mich erstmal erholen und ein paar Wochen Urlaub machen."

Belustigt nahm Reeves die Frage auf, ob er sich denn auch in der Realität gut mit seinen Kampffähigkeiten verteidigen könne: "Oh nein, nein, nein, das sind nur Fake-Kämpfe! Choreografierte Action. Ich mag Frieden."

Wer den Film und seine Vorgänger gesehen hat, der muss über diese Bemerkung schmunzeln. Auf hartnäckige Nachfragen hin, wie viele Leichen John Wick bei seinem Überlebenskampf im dritten Kapitel hinterlässt, antwortete Stahelski kryptisch: "Es sind mehr als in Teil zwei."

Bösewicht sollte eigentlich ein anderer sein

 Keanu Reeves (r.) und Regisseur Chad Stahelski stellten "John Wick: Kapitel 3 - Parabellum" in Berlin auf einer Pressekonferenz vor.
Keanu Reeves (r.) und Regisseur Chad Stahelski stellten "John Wick: Kapitel 3 - Parabellum" in Berlin auf einer Pressekonferenz vor.  © DPA

Stahelski eröffnete außerdem überraschend, dass die Rolle des Bösewichts eigentlich nicht an Mark Dacascos, sondern an den japanischen Star Hiroyuki Sanada gehen sollte, der sich aber vor Drehbeginn verletzte und nicht rechtzeitig wieder fit wurde, weshalb der Regisseur den kampferprobten Dacascos beförderte. "Mark war Teil unseres Stunt-Teams. Ich fragte ihn: Wie würde es dir gefallen, mehr zu sein?"

Er kam nach New York geflogen und amüsierte bei seinen Takes alle hinter der Kamera, weshalb Stahelski "ihn machen ließ".

Somit dürfen sich Action-Fans auf den schrägsten Bösewicht der Reihe freuen, eine Art abgedrehter "John-Wick-Fanboy".

Um auch mal ein wenig Abwechslung von den ganzen Kämpfen zu bekommen, macht Reeves auch gerne andere Filme: "Ich liebe es, in verschiedenen Genres zu arbeiten und verschiedene Geschichten zu erzählen", sagte er angesprochen auf seine mäßige romantische Komödie "Destination Wedding".

Die spannende Frage, ob und inwieweit es mit der Reihe weitergeht, beantwortete Reeves anschließend wie folgt: "Es liegt wirklich am Publikum", so der beliebte Star, was bedeutet: Spielt der Film genug Geld ein, wird es auch ein viertes Kapitel geben, auf das der Schauspieler auch Lust hätte. Außerdem soll bald eine Fernsehserie mit dem Titel "The Continental" über die Bildschirme flackern. Die Zukunft sieht für Fans der Reihe also gut aus.

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