Jüdische Teenies sollen an deutschen Schulen Vorurteile ausräumen

Die "Likratinos" sollen deutsche Schüler über das Judentum aufklären. (Symbolbild)
Die "Likratinos" sollen deutsche Schüler über das Judentum aufklären. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Berlin - Jüdische Jugendliche sollen gleichaltrige Schüler aufklären: Das vom Zentralrat der Juden initiierte Projekt "Likrat - Jugend und Dialog" soll in Deutschland die antisemitischen Vorurteile ausräumen und das Judentum einer breiten Masse näherbringen.

Dabei treffen Gleichaltrige aufeinander und tauschen sich über die jüdische Lebensweise sowie deren Alltag aus. Die Gespräche sollen auf Augenhöhe stattfinden, um "auf niedrigschwellige Weise antisemitische Stereotypen" zu durchbrechen, heißt es in der Mitteilung am Freitag.

Für dieses einmalige Projekt bildete der Zentralrat in Deutschland junge Jüdinnen und Juden seit einigen Monaten aus. In mehrteiligen Seminaren wurden die Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren von Experten für die Begegnung eigens geschult und vorbereitet.

Die Schulen besitzen die Möglichkeit jeweils zwei der sogenannten "Likratinos" in ihre Schulklassen zu bestellen. Dabei spielt es keine Rolle, welche Schulart. Auch Berufsschulen können am Projekt teilnehmen.

"Likrat" läuft bereits in der Schweiz und in anderen europäischen Ländern sehr erfolgreich und soll hierzulande an einem gleichnamigen Pilotprojekt, dass von 2007 bis 2013 in Hochschulen für Jüdische Studien in Heidelberg stattfand, angeknüpft werden.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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