Alternative der Stadt: "Jürgen & Jürgen" dürfen am Karl-Heine-Platz bleiben

Leipzig - Im Kampf um den Erhalt des "Jürgen & Jürgen" hat sich die Stadtverwaltung am Donnerstag mit den Inhabern des beliebten Leipziger Bratwurststandes getroffen, um einen alternativen Standort vorzustellen. Zwei Lösungen wurden besprochen. Die gute Neuigkeit: Beide befinden sich am Karl-Heine-Platz, keine zehn Meter vom alten Standort entfernt. Eine endgültige Entscheidung blieb allerdings aus.

Neue Standorte für das "Jürgen & Jürgen". Grau markiert der Alternativvorschlag der Stadtverwaltung.
Neue Standorte für das "Jürgen & Jürgen". Grau markiert der Alternativvorschlag der Stadtverwaltung.  © Screenshot/Google Maps

"Wir sind mit beiden Lösungen einverstanden", erklärte Jürgen Glissmann (66), Mitinhaber des "Jürgen & Jürgen", im Anschluss an das Treffen. Zuvor hatten sowohl Andrea Weber als auch Antje Schumann vom Leipziger Amt für Stadtgrün erklärt, dass der Erhalt der Bratwurstbude gesichert sei. "Dass sie bleiben können, entweder am ersten oder zweiten Alternativ-Standort, ist fix", so Andrea Weber.

Zuvor hatten Jürgen Glissmann und Jürgen Arendt (61) zusammen mit den Stadt-Mitarbeitern zwei Alternativ-Standorte besprochen. Die gute Neuigkeit: Beide befinden sich noch immer am derzeitigen Standort, dem Karl-Heine-Platz.

Die erste Alternative, ein Vorschlag der Stadtverwaltung, befindet sich etwa fünf Meter stadteinwärts. "Wir müssten hier einen Teil der Mauer des Karl-Heine-Platzes, zwei Radbügel sowie ein paar Sträucher entfernen", erklärte Antje Schumann. "Der Vorteil ist, dass die Fläche bereits gepflastert ist."

Arendt und Glissmann fiel jedoch ein Problem auf: Die Fenster des angrenzenden Hauses, die zum Karl-Heine-Platz ausgerichtet sind und durch die der Rauch des Holzkohlegrills in das Gebäude ziehen könnte. "Eigentlich sind in einem solchen Fall zwölf Meter Abstand zum Haus verordnet", sagte Arendt.

Neuer Standort für das "Jürgen & Jürgen": "Ein Ausfall ist nicht geplant"

Die zweite Alternative für den neuen Standort. Auch in diesem Fall wieder grau markiert.
Die zweite Alternative für den neuen Standort. Auch in diesem Fall wieder grau markiert.  © Screenshot/Google Maps

Glissmann lieferte daraufhin eine zweite Alternative, die etwa fünf Meter stadtauswärts liegt. Der Vorteil dort: Am angrenzenden Haus befinden sich keine Fenster. "Wir wären auch hier vom Eingang weg und würden den Baufahrzeugen nicht im Wege stehen", so Glissmann.

Auch an dieser Stelle müssten ein Teil der Mauer sowie ein Radbügel entfernt werden. Die Mitarbeiterinnen des Grünflächenamtes gaben außerdem zu bedenken, dass die Fläche noch nicht gepflastert ist. Da der Karl-Heine-Platz an dieser Stelle zudem um einige Zentimeter höher liegt, als der Fußweg, müssten zudem Stufen angelegt werden. "Eine Rampe für die Barrierefreiheit wird es leider nicht", sagte Andrea Weber.

Arendt schlug daraufhin vor, die Mauer etwas weiter stadteinwärts zu entfernen. "Dann brauchen wir keine Stufen und der Zugang ist trotzdem barrierefrei."

Weber und Schumann erklärten, dass sie beide Vorschläge sowie die Vor- und Nachteile bei der weiteren Planung einbeziehen werden. "Unser Vorzugsstandort ist dennoch Variante 1. Wir müssen uns jetzt mit dem Brandschutzamt besprechen und schauen, ob das geht." Eine Entscheidung soll in den nächsten 14 Tagen fallen.

Der Karl-Heine-Platz soll ab Ende April umgestaltet werden. Weil bei den Planungen das "Jürgen & Jürgen" zunächst nicht berücksichtigt worden war und von seinem ursprünglichen Standort verschwinden sollte, hatten Arendt und Glissmann eine Petition zum Erhalt der beliebten Bratwurstbude gestartet (TAG24 berichtete).

Weil das öffentliche Interesse stetig zunahm, erklärte sich die Stadtverwaltung bereit, nach einer Alternative suchen zu wollen. Andrea Weber bekräftigte dabei am Mittwoch noch einmal: "Ein Ausfall des Betriebes ist von der Seite der Stadt nicht geplant."

Jürgen Arendt (3.v.r.) und Jürgen Glissmann (2.v.l.) im Gespräch mit den Mitarbeiterinnen des Grünflächenamtes, Antje Schumann (2.v.l.) und Andrea Weber (3.v.r.).
Jürgen Arendt (3.v.r.) und Jürgen Glissmann (2.v.l.) im Gespräch mit den Mitarbeiterinnen des Grünflächenamtes, Antje Schumann (2.v.l.) und Andrea Weber (3.v.r.).  © Eric Mittmann

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