Lärm und Bedrohungen: Jugendliche sorgen für Ärger auf Spielplatz

Die Jugendlichen sollen sogar aus umliegenden Gemeinden kommen, um sich auf dem Spielplatz und an der Bushaltestelle zu treffen. (Symbolbild)
Die Jugendlichen sollen sogar aus umliegenden Gemeinden kommen, um sich auf dem Spielplatz und an der Bushaltestelle zu treffen. (Symbolbild)  © 123RF

Stemwede - Vor gar nicht allzu langer Zeit machten zwei jugendliche Zwillinge aus Löhne Schlagzeilen. Sie sollen seit vier Jahren Kinder an einer Schule belästigen (TAG24 berichtete).

Jetzt sorgt ein ähnlicher Fall in Stemwede-Dielingen für Ärger bei Eltern und Anwohner. Im Bereich des ehemaligen Gemeindehauses und des Spielplatzes, der erst im Juni eröffnet wurde, treiben mehrere Jugendliche ihr Unwesen .

Sie fallen vor allem durch Verschmutzungen, Lärm und Bedrohungen auf - und das ebenfalls bereits seit Jahren. Damit soll jetzt endlich Schluss sein! Ein entsprechender Bürgerantrag soll bald in einer Ratssitzung diskutiert werden.

In dem Antrag wird ein Ort gefordert, an dem sich die Jugendlichen, die nicht nur aus der eigenen Gemeinde kommen sollen, "außerhalb des bewohnten Gebietes" treffen können, wie es in der Neuen Westfälischen heißt.

Pfarrer Michael Beening kennt die Sorgen seiner Gemeinde-Mitglieder. Schon mehrfach hätten sie sich per Mail oder Telefon an die Gemeindeverwaltung, das Ordnungsamt und auch die Polizei gewendet - bisher ohne Erfolg, "da alle Verantwortlichen mit der Situation überfordert zu sein scheinen."

Vor allem seitdem der neue Spielplatz am Koppelweg ist, habe sich die Situation verschärft, so der Geistliche. Anstelle von Kindern, für die der Platz gedacht ist, zieht er Jugendliche quasi magisch an.

Um Abhilfe zu schaffen, soll der zu niedrige Zaun "deutlich erhöht" werden. Für mehr Sicherheit soll zudem ein abschließbares Schiebetor sorgen, das das vorhandene Schlupftor ersetzt. "[D]urch einen hohen Zaun und feste Öffnungs- und Schließzeiten" könnten die Treffen der Jugendlichen unterbunden werden.

Und auch die beleuchtete Bushaltestelle, die als Treffpunkt dient, soll einer "reine[n] Einstiegshaltestelle" weichen, wenn es nach den Bürgern geht.

Titelfoto: 123RF


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