Tragödie im Wattenmeer: Mehrere tote Wale angespült

Juist/Aurich – Traurige Nachrichten: Drei verendete Grindwale sind vor der niedersächsischen Küste im Nationalpark Wattenmeer angetrieben worden.

Ein toter Grindwal liegt im Watt vor Juist.
Ein toter Grindwal liegt im Watt vor Juist.  © dpa/NLPV/ Jan Wagner

Wie die Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven am Donnerstag mitteilte, wurde ein Kadaver bereits am Dienstag bei der Insel Juist entdeckt.

Ein weiterer Kadaver lag am Rande der Leybucht (Kreis Aurich). Westlich von Borkum in der Außenems wurde ein dritter toter Wal gesichtet und von einem Behördenschiff geborgen.

Veterinäre des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) haben alle drei Kadaver untersucht, um eine Seuchengefahr auszuschließen. Außerdem wurden Gewebeproben entnommen.

Die streng geschützten Grindwale gehören zur Familie der Delfine und kommen auf der Nordhalbkugel vor allem im Atlantik vor. Nur selten verirren sie sich in die flache Nordsee, denn ihre bevorzugte Nahrung sind Tintenfische, die sie in Tiefen von mehreren Hundert Metern erbeuten.

Die bis zu acht Meter langen Grindwale leben wie die meisten Delfine in Gruppen, daher ist eine gleichzeitige Strandung mehrerer Tiere nicht ungewöhnlich.

Die Luftaufnahme zeigt die ostfriesische Insel Norderney im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.
Die Luftaufnahme zeigt die ostfriesische Insel Norderney im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.  © dpa/Ingo Wagner

Titelfoto: dpa/NLPV/ Jan Wagner

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