Ausgerechnet Julian Brandt! Ist er nun endlich beim BVB angekommen?

Dortmund - Julian Brandt (23) war der BVB-Held des Abends! Endlich platzte der Knoten beim Neuzugang von Borussia Dortmund. Im hart umkämpften DFB-Pokal-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach erzielte der deutsche Nationalspieler beim 2:1-Sieg einen Doppelpack.

Nun trifft er sogar per Kopf! Normalerweise ist BVB-Angreifer Julian Brandt (M.) alles andere als ein Kopfballungeheuer. Doch gegen Gladbach traf er so zum Sieg.
Nun trifft er sogar per Kopf! Normalerweise ist BVB-Angreifer Julian Brandt (M.) alles andere als ein Kopfballungeheuer. Doch gegen Gladbach traf er so zum Sieg.  © dpa/Bernd Thissen

Dazu sagte Brandt: "Für mich war es extrem wichtig, mich einfach mal zu belohnen. Solche Siege wie heute, wo man sich einfach auch mal zusammenreißen muss, tun gut."

Die Erleichterung beim früheren Profi von Bayer 04 Leverkusen war riesengroß.

Denn die heftige Kritik an seiner Person hatte zuletzt einen neuen Höhepunkt erreicht. Michael Rummenigge hatte erst vor wenigen Tagen nach dem Auftritt bei Inter Mailand in der Champions League (0:2) gesagt: "Normalerweise suche ich mir keinen einzelnen Spieler raus, aber Julian Brandt beim Spiel gegen Inter Mailand - das war C-Jugendfußball ohne Körperkontakt und Durchsetzungsvermögen", so der dreifache Deutsche Meister im WDR-Interview.

Die Leistung gegen Gladbach war dagegen eine ganz andere und dürfte auch damit zusammenhängen, dass er endlich mal auf seiner Lieblingsposition zum Einsatz kam: Der Zehn, auf der sonst Marco Reus spielt, der gegen Gladbach allerdings wegen muskulärer Probleme ausfiel (TAG24 berichtete).

Seine Mitspieler waren von Brandts Performance nicht überrascht. Für Nico Schulz war es "nur eine Frage der Zeit". "Weil wir allen wissen, was Julian für ein geiler Kicker ist."

Julian Brandt spricht sich für BVB-Trainer Lucien Favre aus

Julian Brandt (r.) klatscht sich mit Dan-Axel Zagadou ab.
Julian Brandt (r.) klatscht sich mit Dan-Axel Zagadou ab.  © dpa/Bernd Thissen

Ob er allerdings auch in Zukunft dort zum Einsatz kommt, ist zumindest zweifelhaft, weil Reus auf dieser Position gesetzt ist.

Für Brandt ist das deshalb bedauerlich, weil er in der vergangenen Rückrunde im Wechsel mit Kai Havertz großartig auftrumpfte und seine Stärken dort voll ausspielen konnte.

Der gebürtige Bremer sagte zurückhaltend: "Das kann ich nicht beeinflussen, weil ich nicht der Trainer bin. Aber wir werden sicherlich in den nächsten Wochen eine Lösung finden."

Brandt sprach sich auch noch für seinen angezählten Trainer Lucien Favre aus, dem seine ruhige Art - gerade im Vergleich zu Jürgen Klopp - immer wieder vorgeworfen wird: "Viele wünschen sich ja hier in der Gegend einen Trainer, der an der Seitenlinie mehr macht. Aber hier sind 80.000 Zuschauer, den hörst du sowieso nicht", meinte er lächelnd.

Die Reaktion der ersatzgeschwächten Mannschaft nach dem Rückstand durch Marcus Thuram spricht für sich und den Coach.

Denn der BVB war anschließend nicht etwa verunsichert, sondern spielte druckvoll nach vorne und belohnte sich in Person von Brandt mit einem Sieg, der das angeknackste Dortmunder Selbstvertrauen wieder steigen lassen dürfte.

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