Vierfache Mutter erstochen: Ehemann steht jetzt vor Gericht

Hamburg - Knapp sechs Monate nach den tödlichen Messerstichen auf eine vierfache Mutter im Hamburger Stadtteil Altona-Nord beginnt am Dienstagvormittag ein Prozess gegen den Ehemann.

Bei einer Gedenkkundgebung zündeten zahlreiche Menschen Kerzen für die getötete Juliet H. an. (Archivbild)
Bei einer Gedenkkundgebung zündeten zahlreiche Menschen Kerzen für die getötete Juliet H. an. (Archivbild)  © JOTO

Der 50-jährige Deutsche ist wegen Totschlags angeklagt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er seine getrennt lebende Frau am frühen Morgen des 5. Dezember 2018 in ihrer Wohnung an der Eckernförder Straße aufgesucht haben.

Zunächst hätten sich die beiden nur gestritten.

Dann soll der Angeklagte zu einem mitgeführten Messer mit einer zehn Zentimeter langen Klinge gegriffen und Juliet H. tödlich verletzt haben.

Die 42-Jährige war nach Angaben der Polizei blutüberströmt von ihrem damals elfjährigen Sohn gefunden worden.

Sie lag leblos im Schlafzimmer der Wohnung. Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, hatte sie 50 Schnitt- und Stichverletzungen im Gesicht, am Hals und am Oberkörper.

Die Polizei hatte den Ehemann noch am Abend an seiner Wohnung im Stadtteil Dulsberg festgenommen.

Die Außenaufnahme zeigt das Wohnhaus im Bezirk Altona, in dem der Angeklagte seine Frau getötet haben soll.
Die Außenaufnahme zeigt das Wohnhaus im Bezirk Altona, in dem der Angeklagte seine Frau getötet haben soll.

Update, 11.02 Uhr

Mit einer Mahnwache haben Vertreterinnen eines Hamburger Frauenhauses vor dem Justizgebäude an die getötete, vierfache Mutter erinnert. Mit Unverständnis reagierten etliche Frauen bei der Mahnwache darauf, dass der leibliche Vater von zwei der vier Kinder des Paares nicht des Mordes angeklagt ist.

Wegen vorheriger gewaltsamer Angriffe sei das Opfer nicht mehr arglos gewesen, sagte ein Gerichtssprecher erläuternd zur Anklage.

Der Mann soll die seit Mitte 2017 getrennt von ihm lebende Frau vor der Bluttat mit einem Elektroschocker angegriffen und gewürgt haben.

Menschen stehen bei einer Mahnwache für die getötete Frau vor dem Strafjustizgebäude.
Menschen stehen bei einer Mahnwache für die getötete Frau vor dem Strafjustizgebäude.

Titelfoto: JOTO

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