"Jumanji: The Next Level": So ist der Blockbuster mit Dwayne Johnson geworden

Deutschland - Die Helden kehren zurück! in "Jumanji: The Next Level" erleben die Figuren des ersten Teils das nächste große Abenteuer in der bekannten Videospielwelt. Diesmal allerdings mit tatkräftiger Unterstützung.

Spencer (l., Alex Wolff) bringt seinem Großvater Eddie (Danny DeVito) bei, wie man Videospiele zockt.
Spencer (l., Alex Wolff) bringt seinem Großvater Eddie (Danny DeVito) bei, wie man Videospiele zockt.  © PR/© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland

Denn nicht nur Bethany (Madison Iseman), Martha (Morgan Turner), Fridge (Ser'Darius Blain) und Spencer (Alex Wolff) kehren zurück.

Mit Spencers Großvater Eddie (Denny DeVito) und dessen Kumpel Milow Walker (Danny Glover) gibt es zwei weitere Menschen, die in die Fantasy-Welt eintauchen.

Doch wie ist das möglich, nachdem die vier Freunde das Spiel eigentlich zerstört hatten? Ganz einfach: Spencer hat es "gerettet"! Für ihn läuft es in seinem realen Leben in New York, fernab der Heimat und seiner Clique nämlich nicht so, wie er sich das erhofft hat.

Deshalb beschließt er, "Jumanji" zu reparieren und erneut mit seinem Avatar zu verschmelzen. Seine Freunde entlarven das Rätsel seines Verschwindens aber schnell und reisen ihm hinterher.

Auf sie wartet diesmal mit Jürgen, dem Brutalen (Rory McCann) ein harter Gegner. Denn er hat viele finstere Schergen und bissige Tüpfelhyänen an seiner Seite.

Deshalb brauchen sie die Fähigkeiten ihrer Avatare Dr. Smolder Bravestone (Dwayne "The Rock" Johnson, Moose Finbar (Kevin Hart), Prof. Shelly Oberon (Jack Black), Ruby Roundhouse (Karen Gillan), Jefferson "Seaplane" McDonough (Nick Jonas) und Ming (Awkwafina) dringend.

Doch diesmal konnten sie sich nicht aussuchen, welcher Avatar sie im Spiel sind. Das bringt unerwartete Hindernisse mit sich, die sie gemeinsam überwinden müssen, um eine Chance gegen Jürgen zu haben…

Dwayne Johnson und Rory McCann spielen in "Jumanji: The Next Level" gekonnt mit ihrem Image

Dr. Smolder Bravestone (r., Dwayne Johnson) rettet Moose Finbar (Kevin Hart) aus den Fängen von einem angriffslustigen Afrikanischen Strauß.
Dr. Smolder Bravestone (r., Dwayne Johnson) rettet Moose Finbar (Kevin Hart) aus den Fängen von einem angriffslustigen Afrikanischen Strauß.  © PR/© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland

Diese Geschichte hat Regisseur Jake Kasdan ("Jumanji: Willkommen im Dschungel", "Bad Teacher", "Sex Tape") grundsolide umgesetzt.

Zwar ist ihm wieder nicht der ganz große Wurf gelungen, kurzweilig ist sein Werk bis auf kleinere Durchhänger aber allemal, weil es visuell zu überzeugen weiß, dynamisch daherkommt, mit einigen kreativen Einfällen und gutem Timing zu unterhalten weiß.

Daran hat auch der namhafte Cast einen großen Anteil. Denn die Darsteller spielen einander gekonnt die Bälle zu.

Ob Johnson ("Fast & Furious" 5-8) oder McCann (Sandor Clegane, der Bluthund in "Game of Thrones"), die ihr Image beide immer wieder gekonnt auf die Schippe nehmen, der lange Zeit griesgrämige DeVito ("Dumbo") oder die vielfältig aufspielende Gillan (Nebula in "Avengers: Endgame"): Alle haben ihre Momente und sind erkennbar mit Spaß bei der Sache.

Das überträgt sich auch auf das Publikum. So schaut man dem Geschehen neugierig zu und bleibt auch interessiert dabei, weil Kasdan ein hohes Erzähltempo an den Tag legt, dazwischen aber immer wieder auch ruhige Momente einbaut, in denen er die Geschichte gelungen vorantreibt und den Figuren Raum zur Entfaltung gibt.

Durchwachsene Spezialeffekte, nicht alle Gags zünden: "Jumanji: The Next Level" hat auch Schwächen

Die sechs Avatare vereint von links nach rechts: Jefferson McDonough (Nick Jonas), Prof. Shelly Oberon (Jack Black), Ruby Roundhouse (Karen Gillan), Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), Ming (Awkwafina) und Moose Finbar (Kevin Hart).
Die sechs Avatare vereint von links nach rechts: Jefferson McDonough (Nick Jonas), Prof. Shelly Oberon (Jack Black), Ruby Roundhouse (Karen Gillan), Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), Ming (Awkwafina) und Moose Finbar (Kevin Hart).  © PR/© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland

Das ist bei einem Blockbuster dieser Art selten der Fall, hebt "Jumanji: The Next Level" vom Genre-Standard ab und macht ihn sympathisch.

Dazu tragen auch die abwechslungsreichen Locations, die dynamische Kameraführung, die eingängige Musikuntermalung, die detailreichen Kostüme und der augenscheinlich hohe Aufwand, mit dem der Blockbuster gedreht wurde, bei.

Dennoch hat er auch seine Schwächen. So zündet bei weitem nicht jeder Gag. Laut lachen kann man nur an wenigen Stellen. Auch sonst rufen die Witze eher ein kurzes Schmunzeln hervor.

Darüber hinaus sind leider auch die Spezialeffekte äußerst durchwachsen geworden. Während einige auf dem neuesten Stand der modernen Technik und damit beeindruckend sind, wirken andere Computeranimationen erschreckend unrealistisch und kosten ein paar Wertungspunkte.

Außerdem tragen die Macher an einigen Stellen zu dick auf, gerade die romantischen Sequenzen kommen zu klischeehaft daher.

Das ist verwunderlich, weil sonst viel Wert auf Selbstironie gelegt wird. An solchen Stellen wirkt der Blockbuster dann auch frisch und unverbraucht.

"Jumanji: The Next Level" übertreibt es mit popkulturellen Anspielungen

 Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson) muss Jumanji erneut retten.
Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson) muss Jumanji erneut retten.

Diese große Qualität dürfte ihn auch beim Publikum erneut gut ankommen lassen. Dabei übertreibt es Kadsan auch an anderen Stellen.

Etwa mit den unendlich vielen popkulturellen Anspielungen. Ob "Mission Impossible", "Black Panther" oder natürlich "Game of Thrones": Film- und Serienfans werden viele Dinge wiedererkennen.

Oft freut man sich darüber, an einigen Stellen fehlt allerdings die Ausgewogenheit, weil schlichtweg zu viel von den großen Vorbildern übernommen wird.

Das ist sinnbildlich für "Jumanji: The Next Level" der einiges, aber eben nicht alles richtig macht.

Insgesamt ist er dennoch ein sehenswerter Weihnachtsfilm geworden, dessen Abspannsequenz zudem klar macht: Wenn auch dieser Teil wieder knapp eine Milliarde US-Dollar einspielt, wird es allem Anschein nach eine weitere Fortsetzung geben, die sich an "Jumanji" aus dem Jahr 1995 mit Robin Williams orientieren könnte...

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