Teenagerin hat starken Ausfluss, keiner weiß zunächst, wieso

Houston - Eine 17 Jahre alte Patientin gab US-amerikanischen Ärzten Rätsel auf. Die junge Frau litt seit mehreren Jahren an starkem, klarem Ausfluss und Juckbeschwerden im Genitalbereich.

Bei einer Jugendlichen wurde eine starke Schweißbildung in der Schamgegend festgestellt.
Bei einer Jugendlichen wurde eine starke Schweißbildung in der Schamgegend festgestellt.  © 123RF (Symbolbild)

Mit diesen Symptomen fragte die Teenagerin die Gynäkologinnen des Baylor College of Medicine in Houston um Rat.

Diese stellten ihr zahlreiche Fragen, ohne eine Antwort für ihre Probleme zu finden.

Die Patientin verhielt sich auf den ersten Blick nämlich auffällig unauffällig, rauchte nicht, trank keinen Alkohol, nahm keine Drogen oder Medikamente.

Auch die intimeren Nachfragen gaben den Medizinern keinen Aufschluss. Die 17-Jährige hatte keinen Sex, sich keine Gegenstände in die Vagina eingeführt und auch keine vaginalen Schmerzen, berichtet der Spiegel. Probleme mit der Harnblase oder Blut im Urin konnte ebenso ausgeschlossen werden.

Das Einzige, was die Patientin bejahte, war, dass sie bei einem Hautarzt in Behandlung war. Der Dermatologe kümmerte sich um die Frau, weil sie in den Achselhöhlen stark schwitzte. Vor allem nach dem Sport trat dieser Effekt auf.

Eine Frauenärztin kam auf die Idee, dass der heftige Schweißfluss auch für die Ausfluss-Probleme in der Schamgegend der Jugendlichen verantwortlich sei. Dadurch litt sie unter einer heftigen Form von Vaginitis, also einer Scheidenentzündung.

Als Diagnose wurde eine Hyperhidrose festgestellt. Die enorme Schweißbildung im Genitalbereich samt der unschönen Beschwerden wurde anschließend mit Aluminiumpräparaten gestoppt. Die Behandlung schlug an. Schon nach einem Monat hatte sich das Problem der Patientin weitestgehend gelöst.

Der komplette Fall kann im Journal of Pediatric and Adolescent Gynecology nachgelesen werden.


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