Junge Frau leidet jahrelang unter Schluckauf: Ärzte stellen schockierende Diagnose

Coventry (England) - Lucy Wood (29) litt jahrelang an ständigem Schluckauf. Als dieser sie sogar nachts nicht mehr schlafen ließ, wurde sie an einen Spezialisten überwiesen. Seine Diagnose: Hirntumor.

Lucy Wood (29) hatte einen Tumor in der Größe einer Zitrone direkt am Hirnstamm.
Lucy Wood (29) hatte einen Tumor in der Größe einer Zitrone direkt am Hirnstamm.  © Screenshot/Twitter/fredgs05

Der Tumor hatte zu dem Zeitpunkt schon die Größe einer Zitrone erreicht und saß direkt am Hirnstamm. Das war 2015. Eine lange Leidensgeschichte begann.

Vor der schrecklichen Diagnose war es wohl einfach nur komisch oder auch mal nervig, dass die junge Frau ständig hicksen musste. Besonders bei der Arbeit stieß sie damit nicht nur auf Verständnis.

"Meine Familie und meine Kollegen lachten immer und sagten: 'Es geht wieder los.' Sie waren aber auch genervt", so Lucy gegenüber der "Daily Mail".

Sobald klar war, was sich in Lucys Kopf abspielte, wurde schnell gehandelt. Der Tumor war lebensbedrohlich.

Sechs Stunden dauerte die komplizierte Operation, bei der 80 Prozent des Tumors entfernt werden konnten. Dann der nächste Schock: Es hatte sich ein Blutgerinnsel gebildet. Um diesem Herr zu werden, wurde Lucy in ein viertägiges künstliches Koma gelegt. An Sprechen oder Laufen war danach lange nicht zu denken.

Kurz darauf kehrte Ruhe ein, Lucy erholte sich und konnte sogar wieder arbeiten gehen. Wie sich herausstellte, war das aber nur die Ruhe vor dem Sturm. Der Tumor wuchs erneut und weitere Operationen folgten. Damit aber nicht genug. Auch die Liste der Komplikationen wurde immer länger:

  • Überschüssige Flüssigkeit im Gehirn
  • Hirnhautentzündung
  • zwei Krampfanfälle
  • ein Schlaganfall

Nach Monaten der Reha und viel püriertem Essen, ging es ihr langsam wieder besser. Sie durfte endlich wieder nach Hause und normales Essen zu sich nehmen. Der nächste Schrecken ließ aber nicht lange auf sich warten. Sie erstickte beinahe. Infolge dessen entwickelte sie eine Lungenentzündung und eine Sepsis.

Also wieder zurück zur pürierter Kost. 2018 teilten ihr die Ärzte dann mit, dass das wohl auch nicht mehr besser werden würde. Auch ihre Sprache verbesserte sich nicht. Der absolute Horror für Lucy: "Das war absolut verheerend - zum Teil, weil ich mein Essen so liebe!".

Dank einer privat bezahlten Sprachtherapie machte sie aber doch Fortschritte. Mittlerweile kann sie schon zerknetete Kartoffeln essen, ein großer Erfolg. Sie erholt sich langsam aber stetig von den jahrelangen Strapazen. Im Juli brachte sie ihre hoffentlich letzte Operation hinter sich.

Heute geht es ihr den Umständen entsprechenden gut. Sie sammelt Geld für "The Brain Tumour Charity", einer Organisation, die sich für die Tumor-Forschung einsetzt und plant, an einem 10 Kilometerlauf der Organisation teilzunehmen.


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