Junge (12) lässt Handy auf Kreuzfahrt an, dann kommt die saftige Rechnung

Kiel - Eine Mini-Kreuzfahrt von Kiel nach Oslo ist für eine Familie zur Mega-Kostenfalle geworden: Weil der Sohn mit seinem Handy im Internet surfte, wurden am Ende 12.000 Euro fällig.

Das Smartphone hatte sich in das Mobilfunknetz "Telenor Maritime" eingewählt (Symbolbild).
Das Smartphone hatte sich in das Mobilfunknetz "Telenor Maritime" eingewählt (Symbolbild).  © dpa/123RF

Wie der Radiosender NDR 1 Welle Nord berichtete, erhielt die Berliner Familie kurz nach ihrem Urlaub die saftige Rechnung des Mobilfunkanbieters für die rund 470 Megabyte genutzten Daten.

Die Familie war auf einer Fähre der Reederei Color Line unterwegs, als sich das Handy des Jungen wohl in das über Satellit ausgestrahlte Mobilfunknetz "Telenor Maritime" einwählte. Dies bestätigte der Geschäftsführer der Reederei, Dirk Hundertmark der Deutschen Presse-Agentur.

Wie auch in Flugzeugen fallen bei der Nutzung solcher Netze hohe Roaming-Gebühren an. Color Line versuche Passagiere vorab auf ihrer Internetseite über mögliche Kosten zu informieren, sagt Hundertmark. Es sei sehr selten, dass Passagiere sich unbemerkt in das Satellitennetz einwählten. Kunden würden per SMS von ihrem Anbieter über mögliche Kosten informiert.

"Das ist wirklich ein Extremfall, den die Familie da erlebt hat", sagt der Geschäftsführer. Die Reederei biete zudem kostenpflichtige WLAN-Pakete über ein internes Netzwerk als Alternative an.

Der Mobilfunkanbieter der Familie habe aus Kulanz die Rechnung auf 5000 Euro reduziert, berichtete der NDR.

Titelfoto: dpa/123RF


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