Kind rettet 25 Menschen vor Großfeuer

In einem Vierseitenhof in Hainichen brannte es in der Nacht zu Dienstag.
In einem Vierseitenhof in Hainichen brannte es in der Nacht zu Dienstag.

Von Bernd Rippert

Hainichen - Ein Großbrand hat nachts zwei Häuser mit sechs Wohnungen im Vierseithof in der Mittweidaer Straße zerstört.

Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Bürgermeister Dieter Greysinger (50, SPD) vermutet nach bereits neun (!) Bränden einen Feuerteufel: „Wir brauchen mehr Polizei, bis dieses Monster überführt ist.“ Die Stadt hat 1500 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt.

Der Unbekannte hatte offenbar einen Holzstapel hinter den Häusern angesteckt. Stürmischer Wind ließ die Flammen auf die Gebäude überspringen. Ein elfjähriger Junge rettete die 25 Bewohner - er wurde wach und weckte seine Eltern. Die warnten die Nachbarn.

130 Feuerwehrleute kämpften gegen den Brand. Offenbar durch einen Fehler wurde die Stadtfeuerwehr auch noch zu spät gerufen.

Chef Sandro Weiß (36): „Die Leitstelle alarmierte erst Cunnersdorf, Hainichen 15 Minuten später. Wären wir schneller vor Ort gewesen, wären die Folgen geringer ausgefallen.“ So wurden zwei Familien obdachlos. Für eine organisierte Bürgermeister Greysinger schon eine neue Wohnung. „Die zweite Familie soll sich melden, dann helfen wir.“

In der Stadt brannten seit September eine Mülltonne, eine Garage, fünf Carports, ein Keller und jetzt der Hof. Es war jedes Mal Brandstiftung. Polizeisprecherin Heidi Hennig (60) lehnt die Forderung nach mehr Polizeipräsenz ab: „Das nützt in diesen Fällen wenig.“

Der Großbrand zerstörte zwei Häuser und sechs Wohnungen.
Der Großbrand zerstörte zwei Häuser und sechs Wohnungen.
Weil ein elfjähriger Junge das Feuer bemerkte, konnten alle 25 Bewohner gerettet werden.
Weil ein elfjähriger Junge das Feuer bemerkte, konnten alle 25 Bewohner gerettet werden.
Bürgermeister Dieter Greysinger (50, SPD) vermutet, dass ein Feuerteufel dahinter steckt.
Bürgermeister Dieter Greysinger (50, SPD) vermutet, dass ein Feuerteufel dahinter steckt.

Fotos: Haertelpress/Harry Haertel (4)


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