Junge darf nicht zu Schulausflug: Mutter schreibt beeindruckende Begründung

Die Französin Audrey verbot ihrem siebenjährigen Sohn Mani (Symbolbild), mit auf einen Klassen-Ausflug zu fahren...
Die Französin Audrey verbot ihrem siebenjährigen Sohn Mani (Symbolbild), mit auf einen Klassen-Ausflug zu fahren...  © 123RF

Nizza - Ob Ausflüge oder Klassenfahrten: Gemeinsame Unternehmungen mit den anderen Kids waren doch wirklich das Beste an der ganzen Schulzeit. Trotzdem verbot eine französische Mutter nun ihrem Sohn einen Ausflug mit der Klasse - und liefert eine sowohl mutige als auch beeindruckende Begründung.

Die Fahrt sollte ins Marineland in Antibes nahe Nizza gehen, einen Erlebnispark, in dem unter anderem Orca-Shows aufgeführt werden. Für Audrey, die Mutter des siebenjährigen Mani, ein absolutes No-Go.

"Delfine und Orcas schwimmen im Meer zwischen 100 und 2000 Kilometer pro Tag. Wir finden, dass es ethisch nicht vertretbar ist, diese Tiere in Pools einzusperren und sie durch Reifen springen zu lassen. Ich möchte meinen Kindern nicht beibringen, dass es ok ist, Tiere in Not zu bestaunen. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüßen, Audrey", antwortete die Mutter auf die Ausflugs-Ankündigung der Lehrerin.

Gegenüber der französischen Huffington Post behauptete sie auch, ihr Sohn hätte nicht auf den Ausflug gewollt. Sie habe ihn gefragt, und "er antwortete nein."

...mit dieser Begründung.
...mit dieser Begründung.

Ob der Junge wirklich keine Lust hatte, mit seinen Klassenkameraden auf einen witzigen Ausflug zu fahren - man weiß es nicht. Dennoch setzt Audrey mit ihrer Aktion ein klares Zeichen gegen die Gefangenschaft der gigantischen Meeressäuger.

Von der Lehrerin bekam sie übrigens die knappe Antwort "Das ist Ihre Entscheidung, und ich respektiere sie." Auf Facebook wurde ein Foto der Entschuldigung bereits über 10.000 mal geliket und Tausende Male geteilt.

Bereits seit Jahren stehen Parks wie Sea World oder Marineland heftig in der Kritik. Besonders nach dem Tod von Schwertwal Tilikum im Januar nahm die Debatte noch einmal gewaltig Fahrt auf (TAG24 berichtete).

Der Orca hatte im Jahr 2010 seine Trainerin am Arm gepackt und unter Wasser gezogen. Die Frau konnte nicht mehr gerettet werden. Außerdem war Tilikum in seiner Gefangenschaft noch in den Tod zweier anderer Menschen verwickelt.

Der im Jahr 2013 veröffentlichte Dokumentarfilm "Blackfish" befasst sich mit den Todesfällen und erklärt auf beeindruckende Weise, wie das Leben der Orcas in Gefangenschaft verläuft und wie negativ sich das Eingesperrtsein auf die Psyche der Tiere auswirkt.


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