Direktorin stellt Vierjährigen vor die Wahl: Haare abschneiden oder Kleid tragen!

Texas - Der Vorschüler Michael Trimble (4) sollte sich seine Haare abschneiden oder sich ein Kleid anziehen und sich wie ein Mädchen verhalten, so seine Schuldirektorin in Texas. Für diese unverschämte Aussage geht es der Schule jetzt an den Kragen.

Der kleine Michael (4) mit geflochtenen Zöpfen.
Der kleine Michael (4) mit geflochtenen Zöpfen.  © Screenshot/www.change.org

Als die Großmutter am Donnerstag zur Direktorin bestellt wurde, um über die angeblich unangemessene Frisur ihres Enkels zu sprechen, stellte sie Randi Woodley vor die unverschämte Wahl, so die aufgebrachte Frau gegenüber KETK, einem lokalen Fernsehsender in Texas.

Das will sie sich nicht mehr gefallen lassen. Randi Woodley hat der Schule den Kampf erklärt. Sie will die Regeln ändern. Dies verkündete sie während einer Sitzung der Schule.

Neben ihr waren auch noch mehrere andere Eltern anwesend, die Plakate hochhielten mit Aufschriften wie "Lenkt dich mein Haar ab?", "Mein Haar ist meine Krone! Meine Krone ist meine Stärke!" und "Ich stehe zu Tink".

Tink ist der Spitzname des kleinen Jungen. Der Grund für den Aufruhr: Die Regeln der Schule seien diskriminierend, so Woodley.

Zwar hält sie sich jetzt erstmal an die strengen Vorschriften der Direktorin der Schule und flechtet ihrem Enkel die Haare oder steckt sie hoch, aber sie wird ab jetzt gegen diese strikten Regeln kämpfen, und zwar mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen.

Eine Online-Petition gegen die strengen und scheinbar diskriminierenden Regeln gibt es auch schon. Bisher haben über 8.000 Menschen unterschrieben. Knapp 2.000 fehlen noch zum Ziel.

Michael (4) nit zwei Zöpfen. Offen darf er seine Haare nicht tragen.
Michael (4) nit zwei Zöpfen. Offen darf er seine Haare nicht tragen.  © Screenshot/Twitter/16WAPTNews

Um diese Vorschrift geht es, die auf der Website der Schule zu finden ist: "Bei männlichen Schülern sind keine Pferdeschwänze, Rattenschwänzchen, Male-Buns oder Puffballs erlaubt. Alle Haare jeglicher Art dürfen nicht über den T-Shirtkragen reichen, wenn sie offen sind."

Auch über Twitter ging ein Shitstorm gegen die Schule los:

  • "Rufen Sie Superintendent Dr. J.P. Richradson an und lassen Sie ihn wissen, wie Sie über den #Rassismus und die #WhiteSupremacy in der Tatum Independent School District denken."
  • "Was zum Teufel ist das? Können weiße Leute bitte versuchen, für etwa fünf Minuten damit aufzuhören, schrecklich zu sein?"
  • "Warum können sie schwarze Kinder nicht in Ruhe lassen? Warum stören ihre Haare die Menschen so sehr?"
  • "Und die Menschen fragen sich immer noch, warum es notwendig war, Antidiskriminierungsgesetze zu verabschieden, die das natürliche Haar von uns Schwarzen schützen. Zum Teufel mit dem Aussehen seiner Haare, konzentrieren Sie sich darauf, ihm das Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen."
  • "Wenn der Junge ein Kleid anzieht, bin ich mir ziemlich sicher, dass das auch nicht akzeptabel wäre."

Die Schule hat sich zu den Vorwürfen der Diskriminierung offiziell noch nicht geäußert.


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