Krebskranker Junge entschuldigt sich, danach stirbt er in den Armen seiner Mutter

Accrington (England) - 2016 wurde beim kleinen Charlie Proctor (†5) Leberkrebs festgestellt. Ein riesiger Schock für ihn und seine Eltern. Mit aller Kraft versuchten Ärzte sein Leben zu retten, doch vergebens. Der Junge starb vergangenen Samstag in den Armen seiner Mutter, nachdem er zu ihr sagte: "Mama, es tut mir leid."

Der Junge starb in den Armen seiner Mutter und entschuldigte sich bei ihr für die Höllenqualen seiner Krankheit.
Der Junge starb in den Armen seiner Mutter und entschuldigte sich bei ihr für die Höllenqualen seiner Krankheit.  © Screenshot/Facebook/Charlies Chapter

Für Charlies Eltern Amber Schofield (24) und Ben Proctor war es ein riesiger Schock: Vor zwei Jahren entdeckten Ärzte ein Hepatoblastom, also einen bösartigen Tumor, in der Leber des Jungen. Nur eine Transplantation in den USA hätte das Leben des Kindes retten können.

Doch diese und die Reise nach Ohio waren einfach zu teuer. Alles zusammen hätte die Familie über eine Million Pfund gekostet. Die Eltern versuchten mit aller Macht das Geld in kurzer Zeit zusammenzukriegen und sammelten Spenden. Sogar Sängerin Pink bekam Wind von der Sache und teilte die Crowdfunding-Seite der Familie mit ihren 5,1 Millionen Fans.

Auch der englische Geschäftsmann und "Pretty Little Thing"-Gründer Umar Kamani (30) spendete 5000 Pfund und startete einen Spendenaufruf auf seiner Instagram-Seite.

Doch es kam einfach nicht genug Geld zusammen. "Als Mutter ist es schwer zu akzeptieren, dass mein Sohn nur deshalb stirbt, weil wir nicht reich genug waren, um ihn zu retten", erzählte Amber der "Daily Mail".

2016 stellten die Ärzte Leberkrebs bei Charlie fest.
2016 stellten die Ärzte Leberkrebs bei Charlie fest.  © Screenshot/Facebook/Charlies Chapter

Und weiter: "Krebs ist ein Spiel von reichen Leuten. Je mehr Geld man hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass dein Kind lebt. Wie fair ist das?"

Die Zeit verging. Charlies Zustand verschlechterte sich, als sich der Krebs von der Leber auf die Lunge ausbreitete. Seine Mutter erstellte eine Seite auf Facebook namens "Charlie's Chapter", auf der sie regelmäßig Fotos ihres kranken Sohnes postete, um Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erregen.

"Er war das verschmuste Baby aller Zeiten. Ich möchte, dass sich jeder an Charlie erinnert. Ich möchte, dass sie sich daran erinnern, wie er aussah, wie frech er war, wie komisch er war, wie mürrisch er war", sagte Charlies Mutter.

Vergangenen Monat wurde Charlies Familie gesagt, dass der Junge nur noch zwei Wochen zu leben hätte. Vergangenen Samstag verlor der Fünfjährige dann den Kampf gegen die Krankheit. Kurz bevor er starb, drehte er sich zu seiner Mutter und sagte: "Mama, es tut mir so leid".

Charlies Familie hatte den sechsten Geburtstag des Kindes ein halbes Jahr vorgezogen, um den "Meilenstein" zu feiern, den der Junge erreichen wollte.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Charlies Chapter

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