Junger Mann (19) tötet vier Wochen alte Tochter im Rausch: Plädoyers der Verteidigung erwartet

Kiel - Der Prozess um den gewaltsamen Tod eines vier Wochen alten Mädchens (TAG24 berichtete) wird am Freitag vor dem Kieler Landgericht fortgesetzt. Das Plädoyer der Verteidigung wird erwartet.

Der Prozess um den Kindsmord wird vor dem Kieler Landgericht verhandelt.
Der Prozess um den Kindsmord wird vor dem Kieler Landgericht verhandelt.  © DPA

Die Staatsanwältin forderte für den 19-jährigen Vater des Kindes wegen Mordes elf Jahre Jugendstrafe und die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik. Die Nebenklage beantragte eine Jugendstrafe von zwölfeinhalb Jahren.

Wie bei der Beweisaufnahme war die Öffentlichkeit auch bei den Plädoyers ausgeschlossen, um die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen zu schützen.

Das Urteil wird am 25. Februar erwartet. Dann ist die Öffentlichkeit wieder zugelassen.

Der 19-Jährige verging sich der Anklage zufolge im April 2018 in einer Kieler Dachwohnung brutal an seiner kleinen Tochter und tötete sie anschließend mit wuchtigen Schlägen gegen den Kopf. Er stand dabei unter Alkohol und bewusstseinsverändernden Drogen.

Das Kind starb an einem schweren Schädel-Hirn-Trauma. Hintergrund der Tat sollen Frust und Wut des Angeklagten über seine Lebenssituation und eine mangelnde Lebensperspektive gewesen sein.

Zudem soll er sich daran gestört haben, dass sich seine Lebensgefährtin nach der Geburt fast nur noch um die Tochter gekümmert habe.

Eine kaputte Babypuppe liegt verlassen auf dem Boden (Symbolbild).
Eine kaputte Babypuppe liegt verlassen auf dem Boden (Symbolbild).  © 123RF

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