Erschreckende Zahl: So viele Süchtige soll es in Bielefeld geben

In Drogenkonsumräumen können Süchtige sich Drogen spritzen.
In Drogenkonsumräumen können Süchtige sich Drogen spritzen.

Bielefeld - Erst vor wenigen Monaten wurde erschreckende Fakt zu Drogensüchtigen in Bielefeld veröffentlicht: Demnach gibt es in der ostwestfälischen Stadt immer mehr Junkies (TAG24 berichtete).

Die Zahl der Konsumvorgänge in den dafür vorgesehenen Räumen verdoppelte sich im Jahr 2016 auf rund 1400. Im März verdoppelte sich die Zahl dann nochmals. Insgesamt wurden etwa 3000 gezählt.

Jetzt wurden laut der Neuen Westfälischen erstmals Erfahrungswerte und Daten von Stadt, sozialen Trägern und Polizei zusammengetragen, um herauszufinden, wie viele Süchtige es tatsächlich in Bielefeld gibt.

Und die Zahl ist erschreckend! Insgesamt sollen es bis zu 30.000 sein. Rund 2500 von ihnen sind abhängig von illegalen Drogen wie Heroin, Kokain oder Cannabis.

Die größte Gruppe der Abhängigen machen die Alkoholkranken mit bis zu 12.000 Menschen aus. Zwischen 2700 und 4000 Menschen sollen süchtig nach Glücksspielen sein. Außerdem gibt es 5500 bis 9400 Menschen, die von Medikamenten wie beispielsweise Stimmungsaufhellern sind.

Die Stadt sieht Handlungsbedarf und will ein Konzept erarbeiten, wie man den Abhängigen helfen kann. Das Drogenhilfezentrum (DHZ) an der Borsigstraße gilt aufgrund der steigenden Zahlen als überlastet. Daher soll sowohl mehr Personal eingestellt als auch die Räumlichkeiten aufgestockt werden.

Rund 2500 Menschen sind abhängig von illegalen Drogen.
Rund 2500 Menschen sind abhängig von illegalen Drogen.  © 123RF

Titelfoto: 123RF


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