Mann gequält? Junkies vor Gericht

Sven S. (31, l.) und Frank S. (28, r.) mit ihren Verteidigern auf der Anklagebank.
Sven S. (31, l.) und Frank S. (28, r.) mit ihren Verteidigern auf der Anklagebank.

Von Doreen Grasselt

Chemnitz – Sie ließen ihr Opfer splitternackt durchs Maisfeld rennen: Zwei Junkies müssen sich seit am Mittwoch wegen räuberischer Erpressung vor dem Chemnitzer Landgericht verantworten.

Laut Anklage haben Sven S. (31) und Frank S. (28) ihrem Opfer mehrmals aufgelauert und es windelweich geprügelt. Grund: Der Mann habe Sven S. in einem Drogenverfahren bei der Polizei verpfiffen. „Er hat mich mit einer Falschaussage belastet, ich mache keine Drogengeschäfte“, so der Angeklagte. Sven S. gab allerdings zu, crystalabhängig zu sein, etwa zwei Gramm pro Tag zu konsumieren. So auch der Mitangeklagte. „Wir sind Drogenkumpel“, erklärte Sven S.

Mit mehreren Prügel-Attacken wollte das Duo den angeblichen Verleumder mehrfach Lektionen erteilen, forderte außerdem 2500 Euro „Schmerzensgeld“ wegen des Verpetzens bei der Polizei. Mit vorgehaltener Waffe sollen die beiden Junkies mit dem Mann zum Rabensteiner Steinbruch gefahren sein. Dort schlug Frank S. dem Opfer mit einem Ast auf den Rücken.

Dann sollte der Gepeinigte sich splitternackt ausziehen, flüchtete über ein Maisfeld vor den Brutalos. Beide Angeklagten gaben gestern die Attacken zu, wollten aber von einer Waffe nichts wissen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Foto: Haertelpress


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