Justizminister unter Beschuss: Hat Gemkow die Nordsachsen nur benutzt?

Eilenburg - Nachdem Sebastian Gemkow (CDU) seine Ambitionen auf den Oberbürgermeister-Sessel in Leipzig bekannt gab, stänkert die SPD in Nordsachsen gegen den Justizminister. Denn der zog gerade für den Wahlkreis Eilenburg in den Landtag ein. Man wirft iim Wählerverrat und Feigheit vor.

Sebastian Gemkow (41, CDU) will Chef im Leipziger Rathaus werden. Die politische Überholspur ist dem gelernten Juristen nicht fremd.
Sebastian Gemkow (41, CDU) will Chef im Leipziger Rathaus werden. Die politische Überholspur ist dem gelernten Juristen nicht fremd.  © Thomas Türpe

Kreis-Vize Heiko Wittig: "Kaum gewählt, schon lässt er seine Wähler wenige Wochen später im Stich."

Der unterlegene SPD-Kandidat Matthias Teuber: "Was das noch mit Glaubwürdigkeit zu tun haben soll, muss Herr Gemkow selbst beantworten."

Und Wittig setzt noch einen drauf: "Er hatte nicht mal den Mut, in einem der Leipziger Wahlkreise zu kandidieren. Die Gefahr, in seiner Heimatstadt nicht gewählt zu werden, war ihm zu groß."

Gemkow reagiert eher staatsmännisch: "Ich bin in Nordsachsen angetreten, um die Region stärker mit der Stadt Leipzig zu vernetzen und die Lebensqualität für alle noch weiter zu erhöhen."

Innerhalb der nächsten Wochen will er sein Bürgerbüro in Eilenburg eröffnen.

Das Rathaus von Leipzig.
Das Rathaus von Leipzig.  © 123RF uhland38

Titelfoto: Thomas Türpe

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0