Pure Geldgier: Italienischer Supercup in Saudi-Arabien ausgetragen!

Dschidda (Saudi-Arabien) - Italienisches Supercup-Finale in der Wüste! Juventus Turin und der AC Mailand mussten eine weite Reise auf sich nehmen, um ihr Endspiel austragen zu können.

Das letzte Aufeinandertreffen gewann Juventus Turin mit 2:0. Auch der Ex-Münchner Mario Mandzukic (M.) erzielte ein Tor.
Das letzte Aufeinandertreffen gewann Juventus Turin mit 2:0. Auch der Ex-Münchner Mario Mandzukic (M.) erzielte ein Tor.  © DPA

Dafür kassiert der italienische Verband nämlich stolze sieben Millionen Euro. Und das ist nur der Anfang. Denn es sollen noch zwei weitere Finals in Saudi-Arabien stattfinden.

Am Mittwoch (18.30 Uhr) treffen die beiden Teams in also in Dschidda aufeinander, um ein nationales Spiel auszutragen.

Dass der Fußball immer globaler wird, Trainingslager und Vorbereitungsspiele auch aus finanziellen Gründen in anderen, mitunter weit entfernten Ländern stattfinden, ist mittlerweile Normalität, statt Ausnahme.

Doch mitten in der Saison eine strapaziöse Reise auf sich zu nehmen, die viele Stunden dauert, um dort dann ein wichtiges Match zu absolvieren?

Das ist zwar nicht gänzlich neu, aber dennoch eine fragwürdig. Denn eigentlich sollte das Gegenteil der Fall sein.

Das hat nach vielen Jahren schließlich auch endlich die Premier League und der Verband FA verstanden, die zukünftig mit einer Tradition brechen und eine zweiwöchige Winterpause einführen, weil den Spitzenclubs international verständlicherweise am Saisonende die Puste ausging.

Gerade die Weltklasse-Kicker sind extrem belastet. So standen sowohl Liverpools Superstar Mohamed Salah, als auch Manchester Citys Spielgestalter Kevin De Bruyne in der vergangenen Saison jeweils 52 (!) Pflichtspiele auf dem Platz. Vorbereitungsspiele sind da noch gar nicht mit eingerechnet...

"Ein Spiel mit Schleiern und Burkas, das halte ich nicht aus"

Er traf natürlich auch: Superstar Cristiano Ronaldo führte sein Team zum Sieg. Hier setzt sich CR7 gegen Milans Samuel Castillejo durch.
Er traf natürlich auch: Superstar Cristiano Ronaldo führte sein Team zum Sieg. Hier setzt sich CR7 gegen Milans Samuel Castillejo durch.  © DPA

Italien entscheidet sich - nicht zum ersten Mal - für die gegensätzliche Richtung.

Denn das Finale der Supercoppa fand schon zwei Mal in Doha, Katar, einmal in Tripolis, Libyen und jeweils einmal in Peking und Shanghai, China, statt.

Gegen das anstehende Endspiel am Mittwoch gibt es nun aber große Widerstände im eigenen Land.

So groß, dass sogar der rechte Hardliner und Innenminister Italiens, Matteo Salvini, auf der Seite von Amnesty Italien ist.

Die NGO prangert den Austragungsort in einer Mitteilung an: "Vor einem solchen Angebot schließt die Liga die Augen vor den Verletzungen der Menschenrechte in dem Land" und nennt als ein Beispiel den Journalisten-Mord an Jamal Khashoggi.

Salvini sagte dazu: "Ein Spiel mit Schleiern und Burkas, das halte ich nicht aus", weshalb er die Partie nicht anschauen werde.

Auch der Präsident des italienischen Olympischen Komitees, Giovanni Malagò, nennt dieses Spiel einen "Sieg der Heuchelei".

Ändern werden diese Aussagen vorläufig erstmal nichts. Juve um die Deutschen Sami Khedira und Emre Can und Superstar Cristiano Ronaldo geht als Favorit gegen den AC Mailand um den Ex-Wolfsburger Ricardo Rodríguez und den früheren Leverkusener Hakan Calhanoglu ins Rennen.

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