Irres Auf und Ab: So ringen CR7 und Juve Neapel in wahrem Fußballfest nieder!

Turin (Italien) - Großartiges Spitzenspiel in der Serie A! Zwischen Juventus Turin und dem SSC Neapel ging es richtig ab: Es fielen beim 4:3-Sieg von Juve sieben Tore, es gab eine beeindruckende Aufholjagd und ein bitteres Eigentor in der Nachspielzeit.

SSC-Kapitän Lorenzo Insigne (l.) behauptet den Ball gegen Juve-Verteidiger Mattia De Sciglio.
SSC-Kapitän Lorenzo Insigne (l.) behauptet den Ball gegen Juve-Verteidiger Mattia De Sciglio.  © Massimo Paolone/Lapresse/Lapresse via ZUMA Press/d

Es entwickelte sich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Juve ging schnell in Führung und sah schon wie der sichere Sieger aus, der sogar noch Chancen vergab, um das Ergebnis noch weiter in die Höhe zu schrauben und die Partie endgültig zu entscheiden.

Das sollte sich rächen. Neapel bewies, warum es eine internationale Spitzenmannschaft ist und verwandelte innerhalb von 15 Minuten ein 0:3 in ein 3:3, ehe es in der Nachspielzeit den sportlichen Schock gab.

Juves Miralem Pjanic löffelte einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Sechzehner, wo SSC-Abwehrchef Kalidou Koulibaly das Leder unbedrängt völlig falsch traf - und mit einem spektakulären Eigentor für zu diesem Zeitpunkt durchaus glücklichen 4:3-Endstand sorgte (90+1.).

Mehrere Juve-Spieler zeigten im Moment ihres Triumphes übrigens Größe: Viele spendeten dem völlig aufgelösten Koulibaly Trost.

Bereits zuvor hatte das Spiel viele interessante Geschichten geschrieben. Eine lieferte der frühere Münchner Douglas Costa ab, der wie aufgedreht spielte: Beispiele: Er bereitete in der 16. Minute im Vollsprint erst das 1:0 durch den 30 Sekunden zuvor eingewechselten Danilo, vor, legte auch das 3:0 für Cristiano Ronaldo auf (62.) und scheiterte selbst mit einem Distanzhammer an SSC-Keeper Alex Meret und der Latte (69.)

SSC Neapel mit grandioser Aufholjagd bei Juventus Turin

Am Boden zerstört: Neapels Abwehrchef Kalidou Koulibaly schoss ein bitteres Eigentor in der Nachspielzeit. Dadurch gewann Juve am Ende mit 4:3.
Am Boden zerstört: Neapels Abwehrchef Kalidou Koulibaly schoss ein bitteres Eigentor in der Nachspielzeit. Dadurch gewann Juve am Ende mit 4:3.  © Alessandro Di Marco/ANSA/AP/dpa

Eine andere Geschichte fiel in die Kategorie "ausgerechnet er". Denn das 2:0 für die "Alte Dame" schoss der frühere Neapel-"Held" Gonzalo Higuain, der den unglücklichen Koulibaly auf engstem Raum überragend austanzte und den Ball wuchtig aus acht Metern halblinker Position mit rechts unter die Latte zum 2:0 nagelte (19. Minute).

Higuain war nach seinem Abschied 2016 von Neapel heftigen Anfeindungen der Fans ausgesetzt und jubelte dementsprechend ausgelassen.

Ein eigener Treffer blieb Sami Khedira hingegen verwehrt. Der frühere deutsche Nationalspieler vergab zwei Chancen, scheiterte einmal mit einem herrlichen Schlenzer an der Unterkante der Latte (33.).

Für eine weitere Geschichte sorgte Neapel-Coach Carlo Ancelotti, der seinen Teil zum beeindrucken Comeback seiner Mannschaft beitrug, in dem er zum zweiten Abschnitt den Deutschland-Schreck der WM 2018 einwechselte, den Mexikaner Hirving Lozano, der später den 2:3-Anschlusstreffer erzielten sollte (68.). Zuvor hatte Konstantinos Manolas in dem entschieden wirkenden Duell mit seinem Kopfballtor zum 1:3 zur Aufholjagd geblasen.

Diese krönte Giovanni Di Lorenzo, der einen Freistoß von Jose Maria Callejon über die Linie drückte und das 3:3 in diesem atemberaubenden Spektakel erzielte (81.), ehe es zum sportlich grausamen Ende für Neapel kam, bei denen Werder Bremens Transferziel Amin Younes übrigens 90 Minuten lang nur auf der Bank saß...

Juve-Angreifer Cristiano Ronaldo traf ebenso wie Ex-Neapel-Star Gonzalo Higuain (l.) gegen den SSC. (Bildmontage)
Juve-Angreifer Cristiano Ronaldo traf ebenso wie Ex-Neapel-Star Gonzalo Higuain (l.) gegen den SSC. (Bildmontage)  © Alessandro Di Marco/ANSA/dpa /Massimo Paolone/Lapr

Titelfoto: Alessandro Di Marco/ANSA/dpa /Massimo Paolone/Lapr

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