Frau will Freund mit Falschgeld aus Gefängnis holen und landet hinter Gittern

Berlin - Der Preis für den dummdreistesten Geldfälscher geht an diese 32-Jährige aus Berlin: Weil ihr Freund seine Geldstrafe nicht begleichen konnte, landete er hinter schwedischen Gardinen. Daraufhin wollte seine Partnerin ihn aus dem Knast holen - mit Falschgeld. Nur hatte sie die Rechnung ohne die aufmerksamen Polizisten gemacht. Nun sitzt sie selber ein.

Frau wollte die Geldstrafe ihres Freundes mit Blüten bezahlen. (Symbolbild)
Frau wollte die Geldstrafe ihres Freundes mit Blüten bezahlen. (Symbolbild)  © DPA

Es mutet kurios an, was der Berliner Kurier berichtet. Am Mittwoch marschierte eine 32-Jährige mit einem Umschlag in die JVA Plötzensee. Der Inhalt des Kuverts: 1200 Euro, vornehmlich in 50-Euro-Scheinen. Damit wollte die Frau die Geldstrafe ihres Freundes begleichen, da dieser die Kohle für sein angebliches Vergehen wegen Schwarzfahrens nicht aufbringen konnte. Daher befand sich ihr Lebensgefährte bereits seit einigen Tagen in Beugehaft

Ihre Unwissenheit wurde der Frau nun aber zum Verhängnis, denn: Die Beamten der JVA jagten die Gelscheine durch eine Geldprüfmaschine und staunten nicht schlecht:

"Bei der Prüfung der Geldscheine stellten die Mitarbeiter fest, dass es sich um Falschgeld handelte“, zitiert der "Berliner Kurier" einen Polizeibeamten. Nun ist der Fall eine Angelegenheit für die Ermittler des Landeskriminalamtes, da der Vorwurf der Geldfälschung im Raum steht.

Das hat juristische Konsequenzen für die Gauner-Braut: Wer Falschgeld in Umlauf bringt, dem droht nach dem Gesetz eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe von bis zu 100.00 Euro. "Da es sich bei der Frau lediglich um 1200 Euro Falschgeld handelt, wird ihre Geldstrafe nicht allzu hoch ausfallen“, erklärte ein Ermittler.

Unter einer UV-Lampe werden in der Zentrale der Deutschen Bundesbank die in das Papier einer echten 50-Euro-Banknote eingearbeiteten Sicherheitsfasern mehrfarbig zum Leuchten gebracht. (Symbolbild)
Unter einer UV-Lampe werden in der Zentrale der Deutschen Bundesbank die in das Papier einer echten 50-Euro-Banknote eingearbeiteten Sicherheitsfasern mehrfarbig zum Leuchten gebracht. (Symbolbild)  © DPA

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