In diesem Gefängnis können Häftlinge im Internet surfen

In der JVA Heidering (Großbeeren) gibt es bald Internetzugang für Häftlinge.
In der JVA Heidering (Großbeeren) gibt es bald Internetzugang für Häftlinge.  © DPA

Berlin - Online gehen ist für die meisten kein Problem. Ob Zuhause, im Café oder in der Bahn - mit dem Smartphone geht das fast immer und überall. Jetzt können auch die Häftlinge der JVA Heidering ins Netz. Noch im Dezember 2017 erhalten sie Internetzugang.

Zu verdanken haben sie es dem Pilot-Projekt "Resozialisierung durch Digitalisierung" von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne). Wie die BZ berichtet bekommen 35, der maximal 647 Insassen mobile Tablets. Weitere 35 können die Desktop-PCs nutzen.

Allerdings können sie sich jetzt nicht auf Youtube und Co die Zeit vertreiben. Vielmehr soll die Internetrecherche für die Häftlinge von Nutzen sein. "So können sie schon aus der Haft heraus auf Wohnungssuche gehen, sich auf dem Arbeitsmarkt umsehen, Bildungsangebote nutzen und Nachrichtenportale besuchen", erklärt Behrendt in der Berliner Morgenpost.

Die Geräte sind durch Benutzernamen, sowie persönliche Codes gesichert. Speziell entwickelte Sicherheitsbarrieren sollen einen Missbrauch verhindern.

Diejenigen, die das Internet nutzen dürfen, werden nach strengen Kriterien wie Zuverlässigkeit und verbleibende Haftdauer ausgewählt. Pädophile oder Internet-Betrüger können nicht auf das Angebot zurückgreifen.

Ist das Pilot-Projekt erfolgreich, so ist es möglich, dass auch die anderen Berliner Gefängnisse in Sachen Internet nachziehen. Pro Jahr soll das Projekt 250.000 Euro kosten.


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