Kabelbrand entpuppt sich als Anschlag: S-Bahn-Verkehr lahm gelegt

Auch auf den Linien S45 S46 und S47 kann es zu Beeinträchtigungen kommen. (Symbolbild)
Auch auf den Linien S45 S46 und S47 kann es zu Beeinträchtigungen kommen. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Berlin - Guter Start in die neue Arbeitswoche: Nach einem Kabelbrand nahe dem Berliner S-Bahnhof Treptower Park ist es am Montag zu Einschränkungen im morgendlichen Berufsverkehr gekommen. Die Deutsche Bahn meldete vergleichbare Vorkommnisse in ganz Deutschland.

Betroffen sind die Linien S41, S42, S8, S85 und S9, wie die S-Bahn auf ihrer Internetseite sowie Twitter mitteilte. Das Unternehmen empfiehlt, den Bahnhof weiträumig zu umfahren.

"Eine Aufsicht hatte am frühen Morgen starken Rauch neben den Gleisen bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Der Rauch kam aus einem Kabelschacht, der zwischen den Bahnhöfen Treptower Park und Sonnenallee liegt. Die Feuerwehr rückte an und löschte den Brand.

Zur Brandursache konnte die Polizei am frühen Morgen noch nichts sagen. "Das Landeskriminalamt prüft, ob der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Das Ergebnis sollte man abwarten", sagte der Sprecher. Wie lange der Zugverkehr beeinträchtig bleibt, war zunächst nicht abzusehen.

Ebenso beeinträchtig eine Weichenstörung im Bereich Frankfurter Allee den S-Bahn-Verkehr. Es kann noch bis in den Vormittag zu Verspätungen und Zugausfällen kommen.

Auch in Sachsen kam es nach mehreren gelegten Kabelbränden in Leipzig zu erheblichen Behinderungen. Ob die beiden Brandanschläge in Verbindung stehen, ist noch nicht klar.

Update 10.30 Uhr:

Der Kabelbrand am Berliner S-Bahnhof Treptower Park war nach Erkenntnissen der Ermittler ein Brandanschlag. Die Tat gehört vermutlich zu einer Serie von Anschlägen in der Nacht zu Montag in ganz Deutschland.

"Es sieht derzeit danach aus, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde", sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Möglicherweise gehören die Täter zum linksextremistischen Spektrum.


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