Deutsches Taliban-Opfer: Sie wollte Kindern helfen und musste sterben

Brigitte W. starb am Wochenende bei einem Talibanangriff in Afghanistan.
Brigitte W. starb am Wochenende bei einem Talibanangriff in Afghanistan.  © Screenshot www.aktion-kleiner-prinz.de

Kabul/Herrenberg - Sie kam, um Kindern zu helfen - dabei verlor sie ihr Leben. Brigitte W. aus dem baden-württembergischen Herrenberg (Kreis Böblingen) ist am Wochenende bei einem Angriff der Taliban in Kabul getötet worden.

Das berichtet die Bild-Zeitung. Demnach war Brigitte W. vor etwa einer Woche in das seit Jahrzehnten von Kriegen geschüttelte Land aufgebrochen. Die Herrenbergerin hätte dort nach Angaben des Blattes ein Projekt für Taubstumme unterstützen, Brennholz und Bleistifte liefern sollen.

Die Zeitung beruft sich auf einen Bekannten der Toten, demzufolge sie in ein Hotel eincheckte, weil kein Gästehaus mehr frei war. Am Samstag griffen Taliban eben dieses Hotel an. Insgesamt sollen über 20 Menschen getötet worden sein. Darunter auch Brigitte W.

Beim Verein "Aktion Kleiner Prinz", dessen Projektpartnerin W. war, herrscht am Dienstag Trauer. Auf der Homepage heißt es: "Sie starb in der Nacht zum Sonntag bei dem verheerenden Terroranschlag auf das Intercontinental Hotel in Kabul. Wir sind sehr traurig. Unser Mitgefühl gilt ihren Verwandten und Freunden."

Laut Verein gründete sich Brigitte W. im Jahr 2004 den Verein Cabilla ("Zufluchtsort") und sammelte Spenden, um Kleidung und Schulsachen für Kinder in einem Waisenhaus und in Flüchtlingslagern sowie Medikamente für eine Klinik in einem unwegsamen Tal nördlich von Kabul.

Ab 2008 habe die "Aktion Kleiner Prinz" sie dann finanziell dabei unterstützt.

Titelfoto: Screenshot www.aktion-kleiner-prinz.de


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