Rollstuhlfahrer bringt seine Physiotherapeutin um

Physiotherapeutin Lorena Enebral Perez (†38) wurde von einem Patienten erschossen.
Physiotherapeutin Lorena Enebral Perez (†38) wurde von einem Patienten erschossen.

Kabul - Sie war eine Stütze für viele Menschen in Not. Die Spanierin Lorena Enebral Perez (†38) arbeitete für das Rote Kreuz in Afghanistan in der Orthopädie. Jetzt ist die sympathische Frau tot. Sie wurde von einem ihrer Patienten erschossen.

"Sie war stets energisch und hatte ein herzliches Lachen. Damit war Lorena das Herz unseres Standorts in Mazar-e-Sharif" berichtet ein Abgeordneter der Delegation des Deutschen Roten Kreuzes auf deren Webseite.

Dort wird beschrieben, dass die Therapeutin dafür zuständig war, sich um Kinder und Erwachsene zu kümmern, die durch den Krieg Arme oder Beine verloren hatten.

An einem Montagmorgen bekam die Spanierin Besuch von einem Polio-Patienten. Der unter Kinderlähmung leidende Mann näherte sich ihr im Rollstuhl, zückte völlig unerwartet eine Pistole und feuerte auf die Brust der 38-Jährigen. Er war nur in der Lage, einen einzigen Schuss abzusetzen, wurde sofort danach von Sicherheitsleuten überwältigt. Für Perez kam jedoch jegliche Hilfe zu spät. Das Geschoss hat für sie tödliche Folgen.

Der New York Times zufolge wurde der Täter sofort verhaftet und abgeführt, ein zweiter Komplize, (gerade mal 12 Jahre alt!), wurde ebenfalls festgenommen.

Zu der grausamen Tat haben sich bisher weder der IS noch die Taliban bekannt.

"Wir wollen keine Zielscheibe sein", machte das Rote Kreuz in der Pressemitteilung zum Tod der beliebten Physiotherapeutin deutlich. Die tägliche Arbeit in Afghanistan ist für die Hilfskräfte sehr gefährlich geworden.


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