Kachelmanns Medien-Krieg geht weiter: Deshalb wettert der Wetterfrosch gegen die taz!

Stuttgart/Lörrach - Was ein Drama um das Comeback des Wetterfroschs und TV-Moderator Jörg Kachelmann (60) - Der Schweizer ärgerte sich über die Berichterstattung der Berliner Zeitung "taz" über sein TV-Comeback.

Wetterfrosch Jörg Kachelmann und Hochstapler Gert Postel verbrüdern sich in der ehemaligen Talkshow "Schulz & Böhmermann": In der Mitte Moderator Oli Schulz.
Wetterfrosch Jörg Kachelmann und Hochstapler Gert Postel verbrüdern sich in der ehemaligen Talkshow "Schulz & Böhmermann": In der Mitte Moderator Oli Schulz.

Nach fast zehn Jahren kehrt der ehemalige Wetter-Moderator der Tagesschau zurück ins Fernsehen - sogar zu seinem ehemaligen Arbeitgeber der ARD.

Er soll wieder seine ehemalige MDR-Talkshow "Riverboat" übernehmen, die er bis 2009 bereits moderierte.

Dabei muss man sagen, ausgerechnet bei der ARD. Denn "Das erste deutsche Fernsehen" hat seinen Wettermann infolge der Vergewaltigungsvorwürfe fallengelassen, worüber sich Kachelmann nach seinem Freispruch mehrmals verärgert äußerte.

Sein Vorwurf gegen die ARD: Niemand habe sich im Zuge der Anschuldigungen gegen seine Person bei ihm gemeldet und gefragt wie es ihm denn ginge, gab Kachelmann bei seinem Besuch in der Talkshow "Schulz & Böhmermann" zu Protokoll.

Der Fall Kachelmann:

Eine ehemalige Geliebte des Wettermanns warf ihm vor, sie vergewaltigt zu haben. Der Fall polarisierte damals die Medien und jedes Blatt nahm seine Haltung zum "Fall Kachelmann" ein. Kachelmann selbst wehrte sich gegen die Berichterstattung in dessen Fokus vor allem die Bildzeitung und ihre Kolumnistin Alice Schwarzer standen.

Kachelmann klagte gegen die Berichterstattung der Bild und bekam knapp 400.000 Euro Schadensersatz zugesprochen. (TAG24 berichtete)

Wettermann Jörg Kachelmann kündigt TV-Comeback an und ärgert sich infolge über die Berichterstattung der Berliner Zeitung "taz". (Fotomontage)
Wettermann Jörg Kachelmann kündigt TV-Comeback an und ärgert sich infolge über die Berichterstattung der Berliner Zeitung "taz". (Fotomontage)  © DPA

Aktuell geht Kachelmanns Medienkrieg weiter. Auslöser war ein Artikel der Berliner Tageszeitung "taz", die nach seiner Comeback-Ankündigung titelten: "Erfolgreich wiedereingegliedert". Von dieser Überschrift und dem Artikel fühlte sich Kachelmann falsch dargestellt.

Eine Reaktion von ihm auf den "taz"-Artikel war auf Twitter: "Das werden die stets lügenbereiten @tazgezwitscher @sophiespelsberg nie verstehen, dass Falschbeschuldigungen den echten Opfern am meisten schaden und die Solidarität mit Verbrecherinnen rein aufgrund deren mutmasslicher Schniepellosigkeit niemandem hilft."

Kachelmann nach, wurde von der "taz" nicht klar genug dargestellt, dass er freigesprochen wurde und somit als unschuldig gilt.

Weiter ist zu vermuten, dass sich Kachelmann an der Überschrift gestört haben könnte, dass sie impliziert, es würde sich bei ihm um einen ehemaligen schuldigen Häftling handeln, der zurück in die Gesellschaft eingegliedert werden müsse.

Doch Kachelmann ist ja freigesprochen worden und deshalb sei es nicht nötig, ihn in die Gesellschaft wiedereinzugliedern.

Das scheint nun auch die "taz" eingesehen zu haben. Zumindest haben sie die Überschrift des Artikels in "Wieder mit im Boot" geändert. Außerdem steht mittlerweile unter dem bearbeiteten Text eine Anmerkung der Redaktion: "In einer früheren Version des Textes haben wir Kachelmanns Freispruch nicht präzise genug dargestellt. Das haben wir nachgeholt."

Somit dürfte nun Jörg Kachelmann zufriedengestellt sein. In Bezug auf den Medienkrieg mit der "taz" hat sich übrigens auch der TAG24-Lesern bekannte Hochstapler Gert Postel (60) geäußert. Dieser war, wie TAG24 berichtete, zusammen mit Kachelmann zu Gast bei "Schulz & Böhmermann" und verbrüderte sich schon damals mit Kachelmann.

Auch dieses Mal solidarisierte sich Postel mit dem Meteorologen, so twitterte er: "Liebe Redakteurinnen der @tazgezwitscher, warum seid Ihr so schäbig mit Jörg Kachelmann? Warum lügt Ihr? Warum tretet Ihr das Opfer eines Verbrechens noch mit Füßen? Das ist kein Journalismus und kein Anstand, das ist unterste Schublade BILD-Zeitung und eigentlich schlimmer!"

Jörg Kachelmann wird sich über diese Solidaritätsbekundung gefreut haben und wird sich nun auf sein Comeback vorbereiten. Ob der Artikel der "taz" das letzte ist, was ihn bis dahin ärgern wird, darf bezweifelt werden.

Auf jeden Fall soll sein Comeback im MDR 2019 starten. Wie der MDR bekannt gab, wird der Wettermann dann zusammen mit der Moderatorin Kim Fisher mit „Riverboat“ auf Sendung gehen.

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