Warum der Wedding kommt und wieso ein Känguru schon da ist

Berlin - Das Kreuzberg aus dem Kinofilm "Die Känguru-Chroniken" liegt im Berliner Stadtteil Wedding – der Gentrifizierung sei Dank.

Dani Levy (r) verfilmte Marc-Uwe Klings Känguru-Chroniken mit Dimitrij Schaad (l) in der Hauptrolle. (Bildmontage)
Dani Levy (r) verfilmte Marc-Uwe Klings Känguru-Chroniken mit Dimitrij Schaad (l) in der Hauptrolle. (Bildmontage)  © -/X Filme/X Verleih/dpa, Britta Pedersen/dpa

"Der Wedding hat an einigen Stellen tatsächlich noch den Look von Kreuzberg vor 20 Jahren", sagte der Regisseur Dani Levy der Deutschen Presse-Agentur in München.

"Im Moment ziehen eine ganze Menge Leute dorthin, die sich Kreuzberg oder Neukölln nicht leisten können und denen der Prenzlauer Berg und Schöneberg zu spießig sind." Der Filmemacher ("Alles auf Zucker") kennt sich aus – seit rund 40 Jahren wohnt der gebürtige Schweizer in Berlin. Seine Verfilmung des Kultbuchs von Marc-Uwe Kling kommt am 5. März ins Kino.

Im Wedding gebe es tatsächlich noch eine ganze Menge nichtsanierte Häuser. "Es gibt noch billigen Wohnraum, der aber auch rapide teurer wird", erklärte Levy. Doch auch vor dem Wedding wird die Gentrifizierung nicht haltmachen, so seine Befürchtung.

"In einer vergnügungs-strebsamen Gesellschaft wie der unseren wird keine subkulturelle Schönheit lange bleiben, das wird alles überrollt werden."

Überhaupt werde der Raum für Subkultur immer kleiner. "Geld dominiert den Städtebau, den Kiez, die Kultur. Alles wird teurer. Was nicht sofort erfolgreich ist, wird vertrieben."

Titelfoto: -/X Filme/X Verleih/dpa, Britta Pedersen/dpa

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