Kaffee schützt Dein Gehirn vor schweren Krankheiten, wenn...

Von Björn Strauss

Toronto/Kanada - Stell Dir vor, Dein Lieblingsgetränk hilft, um Krankheiten vorzubeugen... Es riecht herrlich aromatisch, es schmeckt gut, es macht wach - das Käffchen! Und jetzt haben Wissenschaftler auch noch herausgefunden, dass Kaffee Dein Gehirn schützt. Besser geht's nicht!

Der Röstgrad der Bohnen soll den schützenden Effekt bringen.
Der Röstgrad der Bohnen soll den schützenden Effekt bringen.  © 123RF

Für DAS Lieblingsgetränk der Deutschen geben die Heißgetränk-Liebhaber ungefähr 51 Euro pro Jahr aus. Ganze 162 Liter werden weggeschlürft. Und nun kam raus: Es ist noch gesünder als bisher angenommen.

Laut kanadischen Forschern schützt Kaffee nämlich unser Gehirn vor Alzheimer und Parkinson. Und es wird noch besser: Denn je stärker die Bohnen geröstet sind, umso effektiver sei die Schutzfunktion.

Wissenschaftler vom kanadischen >> "Krembil Research Institute" in Toronto fanden im Oktober 2018 heraus, dass der Konsum von Kaffee die Wahrscheinlichkeit senkt, an Demenzerkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson zu erkranken.

Seit Jahren gehen die Meinungen auseinander: Die einen sagen, Kaffee ist gesund, andere meinen, er wäre gesundheitsschädlich. Einst galt Kaffee als ungesund betrachtet, angeblich dehydriere er den Körper - das ist inzwischen widerlegt.

Auch dass er den Magen angreife, gilt nicht mehr als Standard-Meinung. Auch das Herz wird nicht belastet - wenn man das Getränk in Maßen genießt.

Kommen wir zu den neusten Forschungsergebnissen: Kaffee kann vor "neurodegenerativen Erkrankungen" schützen.

Kaffee: Lecker und gesund

Der lange Röstprozess ist entscheidend
Der lange Röstprozess ist entscheidend  © 123RF

Es ist nicht das Koffein, was den Schutzeffekt ausmacht - denn der gleiche Effekt trat auch mit entkoffeiniertem Kaffee ein. Es sind die Verbindungen - sogenannte Phenylindane -, die beim Rösten der Kaffeebohnen freigesetzt werden.

Festgestellt aber wurde: Stark geröstete Sorten, unabhängig vom Koffein, entfalten eine stärkere Schutzwirkung!

Bitter ist gesund - denn diese Röst-Verbindungen machen den typisch bitteren Kaffee-Geschmack.

Laut dem Forscherteam sorgen Röst-Verbindungen im Kaffee dafür, dass sich im Gehirn weniger toxische Proteine verbinden können.

Diese "Tau und Beta-Amyloid-Proteine" lagern sich als "Plaque" im Gehirn ab und gelten so als Auslöser für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.

Eine lange Röstzeit sei für die Bildung der schützenden Röstverbindungen verantwortlich. "Mutter Natur ist eine bessere Chemikerin als wir", erklärt einer der führenden Wissenschaftler der Studie. Dr. Ross Mancini sagt weiter: "In dieser Studie sollte gezeigt werden, dass es tatsächlich Bestandteile im Kaffee gibt, die zur Abwehr des kognitiven Verfalls von Nutzen sind."

Titelfoto: 123RF

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