Schauspielerin drohen fünf Jahre Haft, weil ihr Kleid zu sexy war

Kairo - Tiefe Ausschnitte und lange Beinschlitze sind auf dem roten Teppich eigentlich gang und gäbe. Doch für die Schauspielerin Rania Youssef könnte sich ihr sexy Outfit jetzt böse rächen.

Rania Youssef könnte wegen eines Kleides ins Gefängnis gehen.
Rania Youssef könnte wegen eines Kleides ins Gefängnis gehen.  © dpa/EPA/ALI HAIDER

Die 45-Jährige ist für ihre Rollen in ägyptischen Filmen und Fernsehsendungen bekannt. Jüngst nahm sie an der Abschlusszeremonie eines Filmfestivals in Kairo teil und hatte sich dafür, wie es sich gehört, ordentlich in Schale geworfen.

Youssed truf ein langes schwarzes Abendkleid mit transparenten Aussparungen, die den Blick auf ihre Beine freigaben. In Hollywood oder auch hierzulande wäre das allenfalls einen Platz in den In- und Out-Listen der Fashion-Magazine wert.

Doch in Ägypten löste das Kleid eine sofortige Debatte aus. Die Nutzer im Internet waren gespalten. Einige verurteilten die Schauspielerin in den sozialen Medien für ihre Freizügigkeit, andere verteidigten ihr Recht darauf, das Kleid zu tragen.

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Wie der "Independent" berichtet, habe sich eine Gruppe von Anwälten nach dem Aufruhr beim ägyptischen Generalstaatsanwalt über das Aussehen Youssefs beschwert. Anschließend sei diese wegen öffentlicher Obszönitäten angeklagt worden.

Youssef selbst meldete sich auf Instagram zu Wort. "Ich möchte mich noch einmal entschuldigen, als Schauspielerin mit gutem und positivem Ruf bei meinen Fans", schrieb sie. "Ich hoffe, jeder kann verstehen, dass ich gute Absichten hatte und niemanden verärgern wollte."

Die 45-Jährige habe nicht damit gerechnet, dass ihr Kleid für so viel Aufregung sorgen würde. Im schlimmsten Fall drohen der Schauspielerin bis zu fünf Jahre Haft. In Ägypten, das in weiten Teilen noch immer religiös konservativ ist, wäre das längst kein Einzelfall mehr.

Erst im vergangenen Jahr war die Popsängerin Shyma, gebürtig Shaimaa Ahmed, wegen "Anstiftung zur Ausschweifung" zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden.

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