Kajakfahrer kentert bei starkem Sturm auf Elbe

Hamburg - Dramatische Szenen auf der Elbe: Polizei und Feuerwehr haben am Samstagabend in Höhe der Freihafenelbbrücke in Hamburg nach einem Mann im Wasser gesucht.

Ein Polizeiboot sucht mit Scheinwerferlicht die Elbe nach dem Vermissten ab.
Ein Polizeiboot sucht mit Scheinwerferlicht die Elbe nach dem Vermissten ab.  © René Schröder

Der Gesuchte war auf der Elbe mit einem Kajak gekentert.

Offenbar war der Mann bei Dunkelheit auf dem Wasser unterwegs, während die Böen von Sturm "Dragi" über Hamburg fegten. Völlig leichtsinnig!

Das aufgepeitschte Wasser brachte das Kajak vermutlich gegen 19 Uhr auf der Norderelbe zum Kentern.

Offenbar hatte sich der Mann auf diese mögliche Notsituation gut vorbereitet.

Als Polizei und Feuerwehr ihn schließlich fanden und aus dem Wasser zogen, trug er Neoprenanzug und Schwimmweste.

Das rettetet ihm vermutlich das Leben. Die Wassertemperatur der Elbe beträgt derzeit etwa 6 Grad, da gibt es schnell eine lebensgefährliche Unterkühlung.

Der gekenterte Mann ging nach seiner Rettung zu einem Rettungswagen zur Untersuchung.
Der gekenterte Mann ging nach seiner Rettung zu einem Rettungswagen zur Untersuchung.  © Blaulicht-News.de

Nach ersten Informationen rief der Kajakfahrer sogar selbst den Notruf.

Außerdem soll er mit einem Leuchtsignal ausgestattet gewesen sein.

Der Mann ist nach Angaben der Feuerwehr wohlauf und hat den unfreiwilligen Aufenthalt im Wasser mit einem Schreck überstanden.

Nach seiner Rettung konnte er selber zum Rettungswagen gehen und sich dort untersuchen lassen.

Polizei und Feuerwehr setzten zur Suche nach dem Mann mehrere Boote und einen Hubschrauber ein. Vom Kajak fehlt aber jede Spur.

Generell dürfen Kajakfahrer auf der Elbe unterwegs sein, sagte ein Polizeisprecher auf TAG24-Nachfrage.

Bei solchen extremen Wetterbedingungen wie am Samstagabend sollte darauf aber verzichtet werden.

Der Deutsche Wetterdienst warnt aktuell vor Sturmböen, die in Hamburg bis zu 90 Kilometer pro Stunde erreichen können.

Titelfoto: René Schröder

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