Verhütung mit Mango und Löwenzahn? Forscher machen Sensationsentdeckung

Forscher wollen ein neues Verhütungsmittel auf Pflanzen- und Fruchtbasis entdeckt haben.
Forscher wollen ein neues Verhütungsmittel auf Pflanzen- und Fruchtbasis entdeckt haben.

Kalifornien - Verhütung ist und bleibt ein leidiges Thema: Kondome sind nicht immer zur Hand und nur bei korrekter Anwendung wirklich sicher. Ähnlich ist es bei der Antibaby-Pille, die allerdings zusätzlich ziemlich fiese Nebenwirkungen haben kann. Forscher wollen diesen Problemen jetzt ein Ende bereiten.

An der University of California in Berkeley haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden, wie man Spermien lahm legen kann.

Doch diesmal braucht man keine Chemiebombe schlucken oder seinen Penis in ein lästiges Kondom zwängen, im Gegenteil:

Die Forscher arbeiteten mit Pflanzen- und Fruchtextrakten, die man beispielsweise in Mangos, Löwenzahn, der Aloe-Pflanze und in der asiatischen Dreiflügelfrucht findet. Dort kommen die natürlichen Substanzen Lupeol und Pristimerin vor.

Genau diese Extrakte blockieren die Wirkung des Hormons Progesteron. Dies wird, wenn die Samenzellen an der Eizellenwand ankommen, von der Eizelle selbst ausgeschüttet. Es gibt den Spermien sozusagen den letzten Kick, um überhaupt in die Eizelle eindringen zu können. Ohne das Hormon schaffen sie es nicht durch die Hülle, die Eizelle wird nicht befruchtet.

Mit den eingesetzten Substraten wird ein wichtiges Transportmolekül des Spermiums gebremst, das Progesteron wirkt nicht mehr - die Verhütung hat geklappt!

Ein weiterer Vorteil ist, dass sich sowohl Frauen als auch Männer damit schützen können, zum Beispiel über die Haut mit einem Pflaster. Auch nach dem Sex könnte das neue Mittel noch zur Verhütung eingenommen werden.

Zusammenfassend ist die Entdeckung also ein natürliches Unisex-Verhütungsmittel, ohne Nebenwirkungen und scheinbar ziemlich sicher.

Einen Haken gibt es aber noch: Bis jetzt wurde das Mittel noch nicht an Menschen getestet, nur an Labor-Sperma. Ein Versuch an Primaten wird derzeit durchgeführt. Wir müssen uns also noch etwas gedulden.

Männer wie auch Frauen sollen das Mittel gleichermaßen anwenden können.
Männer wie auch Frauen sollen das Mittel gleichermaßen anwenden können.

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