Mutmaßlicher Kinderschänder trennt sich im Gefängnis die Hoden ab! Aber nicht wegen der Anschuldigungen

Santa Cruz (Kalifornien) - Sieben minderjährige Mädchen soll Carl G. (57) zwischen 2002 und 2012 sexuell missbraucht haben. Aus diesem Grund sitzt er seit dem 3. Dezember 2014 im Gefängnis von Santa Cruz County in Kalifornien. Kürzlich sollte der Prozess wegen seiner Taten fortgesetzt werden, doch zunächst überprüfte ein Arzt den geistigen Gesundheitszustand des Mannes. Der 57-Jährige hatte sich nämlich am 30. Dezember 2018 in seiner Zelle die Hoden abgeschnitten - aus Angst vor Prostatakrebs.

Carl G. (57) schnitt sich die Hoden im Gefängnis ab.
Carl G. (57) schnitt sich die Hoden im Gefängnis ab.  © Santa Cruz County Sheriff’s Office

Der Anwalt des Angeklagten, Douglas Fox, meldete am 4. März im Oberlandesgericht Santa Cruz County Zweifel an, dass sein Mandant für den Prozess die entsprechenden "Kompetenzen" hätte. Das Gericht beauftragte daraufhin Dr. Gregory Katz, um Carl G. zu untersuchen, berichtet "The Mercury News".

Der Arzt prüfte daraufhin die Gefängnisunterlagen des Insassen und führte mit dem Angeklagten ein Gespräch. Dieser erzählte dem Arzt unter anderem, dass bei ihm Autismus diagnostiziert wurde. Trotz der Krankheit weist Carl G. einen bemerkenswerten beruflichen Lebenslauf auf.

Er absolvierte ein Maschinenbaustudium, arbeitete bei einem Audiotechnikunternehmen in Santa Cruz und war als Ausbilder am Cabrillo College im Bereich Entwurfstechnologie tätig.

Während seiner Zeit im Scotts Valley Schulbezirk, wo er zwei Jahre als Technologiedirektor arbeitete, beaufsichtigte der Angeklagte andere Mitarbeiter. Nach seiner Festnahme wegen Kindesmissbrauchs wurde ihm dort jedoch gekündigt.

Carl G. wird sich dem Prozess stellen müssen

Nachdem sich Carl G. (57) die Hoden abgeschnitten hatte, zweifelte sein Anwalt an dessen "Kompetenz" am Prozess teilzunehmen.
Nachdem sich Carl G. (57) die Hoden abgeschnitten hatte, zweifelte sein Anwalt an dessen "Kompetenz" am Prozess teilzunehmen.  © 123RF

Carl G. erklärte Dr. Katz gegenüber, dass er selbst vor Gericht ziehen wolle, anstatt sich schuldig zu bekennen. Laut des Berichts sagte der Gefängnisinsasse, dass er unschuldig sei.

"Auf der Grundlage der verfügbaren Informationen scheinen die Schwierigkeiten von Herrn G. im Wesentlichen auf eine 'stark wirkende' Autismus-Spektrum-Störung zurückzuführen zu sein", schrieb Dr. Katz in seinem Bericht.

Dennoch kam der Arzt zu dem Schluss, dass der Angeklagte seinen Prozess "begreifen" würde und somit über die entsprechenden "Kompetenzen" verfüge, daran teilzunehmen.

Laut "Metro" wurde noch kein Datum für den nächsten Verhandlungstermin festgelegt. Sollte Carl G. in allen Punkten schuldig gesprochen werden, käme er wohl nie wieder aus dem Gefängnis frei.

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