Kallax, Malm, Nordli: IKEA-Klassiker kommen aus Sachsen

Schwerstarbeit: Am Fließband verpacken Mitarbeiter die Teile nach festgelegten Kriterien in Kartons.
Schwerstarbeit: Am Fließband verpacken Mitarbeiter die Teile nach festgelegten Kriterien in Kartons.

Von Juliane Morgenroth

Wittichenau - „Kallax“, „Malm“ oder „Nordli“ sind Klassiker von IKEA. Was viele nicht wissen: Sie werden im hochautomatisierten Werk von MAJA-Möbel in Wittichenau hergestellt!

Es ist nach eigenen Angaben mittlerweile der weltweit fünftgrößte IKEA-Lieferant. Etwa 1000 externe Lieferanten hat der schwedische Möbelgigant, viele davon in Niedriglohnländern wie China.

Aber auch deutsche Lieferanten gibt es: Wittichenau firmiert dabei seit der Erweiterung 2012/13 als eine der weltweit modernsten Fabriken im Bereich Leichtbau. Investiert wurden 65 Millionen Euro.

Hier wird zugeschnitten, gepresst und lackiert. Vieles erledigen Maschinen oder Roboter, trotzdem arbeiten im Werk im Drei-Schicht-System 630 Menschen.

Hardy Gunesch (32) ist für die Qualitätskontrolle zuständig. Das MAJA-Werk produziert exklusiv für IKEA.
Hardy Gunesch (32) ist für die Qualitätskontrolle zuständig. Das MAJA-Werk produziert exklusiv für IKEA.

Auf 85 000 Quadratmetern werden die Möbelteile gefertigt und in die typischen flachen Kartons verpackt. Exklusiv für IKEA.

„Ein Großteil davon geht direkt ohne Umweg über Zentrallager in die deutschen Filialen. Das gleicht die Lohnnachteile wieder aus“, erklärt Geschäftsführer Uwe Gottschlich (47). Ein kleinerer Teil ist für Europa und Asien bestimmt. Im vergangenen Jahr verließen rund 7500 Lkw und Container mit den zerlegten Möbeln das Werk nahe Hoyerswerda.

Das Alleinstellungsmerkmal des Werkes ist die hochautomatisierte Herstellung von Leichtbau-Möbeln mit speziellen Waben aus Pappe. Gottschlich: „Sie sind leichter, aber genauso belastbar.“ Damit seien die Pakete auch für Kunden leichter nach Hause zu transportieren.

Übrigens: Das Werk in Wittichenau ist auch Entwicklungslieferant. Gottschlich: „Hier wurden viele Modelle für IKEA gemeinsam entwickelt.“

Geschäftsführer Uwe Gottschlich (47) zeigt eine typische Leichtbauplatte. Im Hintergrund fertige Möbel.
Geschäftsführer Uwe Gottschlich (47) zeigt eine typische Leichtbauplatte. Im Hintergrund fertige Möbel.

Fotos: Holm Helis, David Ebener


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