Geheimes Agenten-Funkgerät von Archäologen gefunden!

Köln - Archäologen haben bei Ausgrabungen am Tagebau Hambach einen Spionage-Fund gemacht! Sie gruben ein getarntes Funkgerät aus der ehemaligen UdSSR aus. Das militärische Gerät diente offenbar sowjetischen Spionen.

Das sowjetische Funkgerät wurde bei Ausgrabungen entdeckt.
Das sowjetische Funkgerät wurde bei Ausgrabungen entdeckt.  © LVR-Amt für Bodendenkmalpflege

Normalerweise graben Archäologen des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland nach viel älteren Gegenständen.

Doch dieses noch original verpackte sowjetische Funkgerät bezeugt laut LVR-Amt für Bodendenkmalpflege die Agententätigkeit im Kalten Krieg.

Das Militär-Funkgerät aus der Sowjetunion wurde laut LVR-Amt bei Heppendorf am östlichen Rand des Tagebau Hambachs entdeckt.

Fakt sei: Der Fund wurde in der UdSSR hergestellt, ist allerdings zu Tarnungszwecken in Englisch beschriftet.

"Das noch original verpackte Kurzwellenfunkgerät hatte eine Reichweite von 1.200 Kilometer", teilte die Amt über den kuriosen Fund mit.

Was die Sowjet-Spione möglicherweise damals ausgekundschaftet haben mögen? Eine Vermutung des LVR-Amtes liegt nahe: Der ehemalige US-Kernwaffenstützpunkt in Nörvenich liegt nur wenige Kilometer südlich. Heute ist dort das taktische Luftwaffengeschwader 31 "Boelcke" mit Eurofightern stationiert.

Fliegerhorst Nörvenich: Früher Atomwaffen, heute Luftwaffen-Stützpunkt

Nörvenich: Annegret Kramp-Karrenbauer (M, CDU), Verteidigungsministerin geht an einem Eurofighter vorbei.
Nörvenich: Annegret Kramp-Karrenbauer (M, CDU), Verteidigungsministerin geht an einem Eurofighter vorbei.  © Oliver Berg/dpa

1955 bis 1995 gehörte auch der Fliegerhorst Nörvenich im Landkreis Düren zu den Standorten, an denen US-Atomsprengköpfe lagerten.

Seitdem gilt Nörvenich als Ausweichort für die Atombomben, die im rheinland-pfälzischen Büchel lagern.

Hauptaufgabe des Geschwaders der Luftwaffe ist aber eine ander.

Das Geschwader 31 "Boelcke" ist eines von sechs Geschwadern der deutschen Luftwaffe. Seit 2009 nutzen die Piloten den "Eurofighter" als Kampfjet.

Das Geschwader selbst existiert seit 1958 in Nörvenich bei Kerpen. Die Piloten haben den Auftrag, den deutschen Luftraum im Ernstfall zu überwachen, sichern und zu verteidigen. Sie können Luftkämpfe und Luft-Boden-Einsätze fliegen.

Die Soldaten des Geschwaders kommen auch im Ausland zum Einsatz: Laut Luftwaffe sind sie für Nato- und UN-Missionen unter anderem in Mali, Afghanistan und Jordanien im Einsatz.

Titelfoto: LVR-Amt für Bodendenkmalpflege


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