Warum fährt die Feuerwehr mit dem Pool zum Einsatz?

Auch nicht schlecht: Mittels eines Schwimmsaugers kann Wasser aus Bächen direkt in die Schläuche gedrückt werden.
Auch nicht schlecht: Mittels eines Schwimmsaugers kann Wasser aus Bächen direkt in die Schläuche gedrückt werden.  © Jonny Linke

Kamenz - Wenn in der Gemeinde Schönteichen der Feueralarm schrillt, gibt es ein Problem: Zwar hat die Feuerwehr rund 110 aktive Kameraden, aber an den meisten Orten keinen Zugang zu Löschwasser. Da sind ungewöhnliche Maßnahmen gefragt.

„In acht von neun Ortsteilen ist die Löschwasserversorgung nicht gesichert“, sagt Wehrleiter Kai Hentsche (43).

„Das liegt daran, dass es oft keine Trinkwasserleitungen und damit auch keine Hydranten gibt.“

Auch ein eigenes Tanklöschfahrzeug besitzt die Wehr nicht.

Dafür hat sie jetzt aber ein Falt-Löschbecken: „Das ist in etwa so was wie ein Swimmingpool“, erklärt Hentsche. Nicht zum Planschen, sondern als mobiler Löschteich am Brandort.

Sieht aus wie ein Pool, ist aber nicht zum Planschen geeignet. Die Feuerwehr Schönteichen hat einen mobilen Löschteich.
Sieht aus wie ein Pool, ist aber nicht zum Planschen geeignet. Die Feuerwehr Schönteichen hat einen mobilen Löschteich.  © Jonny Linke

„Ein Tanklöschfahrzeug einer benachbarten Gemeinde kann das dann auffüllen und wieder abziehen“, so der Wehrleiter. „Während wir löschen, kann so Nachschub organisiert werden.“

Außerdem hat sich die Wehr ein kleines Blech organisiert, mit dem sich der Bach Schwosdorfer Wasser zum vorübergehenden Löschteich anstauen lässt.

Und einen Schwimmsauger, der bereits ab zehn Zentimeter Wassertiefe das Nass in die Schläuche drückt.

„Das alles bringt jetzt zwar Vorteile, ändert aber nichts am grundlegenden Problem“, sagt Hentsche. „Wir bräuchten hier dringend ein eigenes Tanklöschfahrzeug.“


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