Kampf um Listenplatz: Betrugsversuch bei AfD-Wahl

Beatrix von Storch geht als Spitzenkandidatin für Berlin in den Bundestagswahlkampf.
Beatrix von Storch geht als Spitzenkandidatin für Berlin in den Bundestagswahlkampf.  © DPA

Paaren im Glien/Berlin - Am Sonntag wählte die Berliner AfD auf ihrem Landesparteitag die Kandidaten für die Bundestagswahl-Listenplätze. Dabei soll es zu einem Fall von Wahlfälschung gekommen sein.

Wie der Focus berichtet, sind bei einem Wahlgang zwei ineinander gefaltete Wahlzettel mit der gleichen Handschrift abgegeben worden. Der Versuch sei aber aufgeflogen und der Wahlgang wurde wiederholt.

Die AfD bestätigte den Vorfall, geht aber davon aus, dass die Rechtmäßigkeit der Wahl nicht gefährdet ist, weil die Abstimmung wiederholt wurde. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass es weitere Versuche, die nicht bemerkt wurden, gegeben hat. Schließlich war der Andrang groß. 30 Kandidaten rangelten sich um die ersten fünf aussichtsreichen Plätze auf der Kandidatenliste. Selbst Platz fünf ist bereits wackelig für eine Einzug in den Bundestag.

Die Berliner AfD könnte zwischen zwei und vier Bundestagsabgeordnete stellen, falls sie ein Ergebnis um die zehn Prozent erzielt.

Die Berliner AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch soll ihre Partei in den Bundestagwahlkampf führen. Die 45-jährige Juristin wurde auf dem Landesparteitag mit 67,2 Prozent der Stimmen zur Spitzenkandidatin der Berliner AfD für die Bundestagswahl am 24. September gewählt.

Auf den zweiten Listenplatz wurde der Physiker und Berliner Abgeordnete Gottfried Curio gewählt.

Nach mehreren Stichwahlen landeten am Sonntagvormittag auf Platz drei der frühere Vize-Landesvorsitzende Götz Frömming, auf Platz vier die Richterin Birgit Malsack-Winkemann und auf dem fünften Platz der Publizist Nicolaus Fest, der sich gegen den Abgeordneten Hans-Joachim Berg durchsetzte.

Nicolaus Fest (F.) hat sich im Kampf um den letzten aussichtsreichen Listenplatz gegen Hans-Joachim Berg durchgesetzt.
Nicolaus Fest (F.) hat sich im Kampf um den letzten aussichtsreichen Listenplatz gegen Hans-Joachim Berg durchgesetzt.  © DPA