Kampf um Dynamo-Stammplatz: Tore würden Berko helfen

Erich Berko stand einige Male kurz vor seinem ersten Treffer für Dynamo. Hier scheitert er knapp am Bielefelder Schlussmann Wolfgang Hesl.
Erich Berko stand einige Male kurz vor seinem ersten Treffer für Dynamo. Hier scheitert er knapp am Bielefelder Schlussmann Wolfgang Hesl.  © photoarena/Thomas Eisenhuth

Dresden – So dynamisch Dynamos Erich Berko auf dem Platz ist, so ruhig ist er als Typ. Dennoch macht der 22-Jährige für das Fußballjahr 2017 eine klare Ansage: "Weiter Attacke!"

Allerdings schiebt der schnelle, robuste Mittelfeldmann sofort nach: "Das gilt auch für die Mannschaft. Wenn man das Training sieht – die Jungs sind richtig heiß!"

Für den Mann mit ghanaischen Wurzeln ging es bei den Schwarz-Gelben eher lau los, über die Rolle des Ersatzmannes kam er nicht hinaus.

"Alles war relativ neu für mich, die ganze Umgebung, alles neu. Ich musste mich erstmal zurechtfinden", sagt er zu seinen Startschwierigkeiten. Schließlich war er das erste Mal weit weg von der Heimat. Nach und nach lebte er sich ein, was man seinen stetig steigenden Leistungen anmerkte.





Die Dynamos bitten zum Tänzchen: Akaki Gogia (l.) und Erich Berko feiern nach einem Treffer gegen Greuther Fürth
Die Dynamos bitten zum Tänzchen: Akaki Gogia (l.) und Erich Berko feiern nach einem Treffer gegen Greuther Fürth  © Lutz Hentschel

"Es klappt mittlerweile ganz gut. Ich weiß, wo was ist. Auch wenn ich von der Stadt noch nicht alles gesehen habe." Auch auf dem Rasen fand er sich immer besser zurecht, wurde zum Ende der Hinrunde sogar Stammspieler.

"Sehr positiv" sei deshalb das Fazit nach seinem ersten halben Jahr in Dresden. "Die Hinrunde verlief für uns hervorragend, so wie die Mannschaft gespielt hat, wie die Tabellensituation ist. Ich bin zufrieden und glücklich, dass ich meinen Teil zum Erfolg beitragen konnte", meint er bescheiden.

"Am liebsten würde ich dort anknüpfen, wo ich aufgehört habe. Aber die Konkurrenz ist noch größer geworden."

Eine Sache, die ihm helfen könnte und bisher fehlte, wären Tore. "Ja, das würde mir einiges erleichtern. Aber das ist wie mit der Ketchup-Flasche", wählt er den bildlichen Vergleich – wenn‘s einmal läuft, dann läuft‘s.

Bei den Stuttgarter Kickers erzielte er in einer schwierigen Drittliga-Saison, die für die Schwaben mit dem Abstieg endete, zuletzt immerhin elf Treffer. Findet Berko also seine alte Torgefahr zurück, heißt es für ihn (und auch Dynamo) wirklich: Attacke!


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