Kampfhund auf Teenager gehetzt: Junge Männer legen nach Urteil Revision ein

Heidelberg - Nach dem Urteil im Heidelberger Kampfhundeprozess haben zwei junge Männer Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt.

Das Schild hängt vor dem Landgericht in Heidelberg. (Symbolbild)
Das Schild hängt vor dem Landgericht in Heidelberg. (Symbolbild)  © dpa/Uli Deck

Sowohl der 17-jährige Hauptbeschuldigte als auch sein Begleiter beim Ausführen der Hunde wollen in die nächste Instanz gehen, teilte das Landgericht Heidelberg auf Anfrage mit.

Der 17-Jährige hatte eine Jugendstrafe von zweieinhalb Jahren wegen schwerer Körperverletzung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erhalten.

Das Landgericht hatte am 16. Dezember seinen 22-jährigen Begleiter zu einem Jahr auf Bewährung wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. (TAG24 berichtete)

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der jüngere der beiden auf einem Feld bei Leimen (Rhein-Neckar-Kreis) einen Kampfhund auf einen radelnden Teenager gehetzt hatte. (TAG24 berichtete)

Seinen Begleiter hatte er aufgefordert, das von ihm am Halsband gesicherte Tier loszulassen.

Die beiden American-Staffordshire-Terrier brachten dem zum Tatzeitpunkt im Juni noch 15-Jährigen lebensgefährliche und langfristig entstellende Verletzungen bei.

Verurteilt wurde auch der 22-jährige Bruder des 17-Jährigen, der die Tiere seinem minderjährigen Bruder verbotswidrig und ohne die vorgeschriebenen Maulkörbe überlassen hatte.

Er bekam wegen fahrlässiger Körperverletzung eine zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafe von einem Jahr.

In Leimen haben zwei American-Stafford-Kampfhunde einen 15-Jährigen attackiert und schwer verletzt. (Symbolbild)
In Leimen haben zwei American-Stafford-Kampfhunde einen 15-Jährigen attackiert und schwer verletzt. (Symbolbild)  © Uwe Zucchi/dpa

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