Weltpremiere beim Live-Art-Festival: Massenchoreografie soll Hamburger begeistern!

Hamburg - Mit einer Weltpremiere startet am Mittwoch das 9. Live-Art-Festival auf Kampnagel. 100 Performer zeigen dabei die Massenchoreografie "Emergenz" des chilenischen Choreografen Jose Vidal.

Das Live-Art-Festival auf Kampnagel startet mit einer Massenchoreografie.
Das Live-Art-Festival auf Kampnagel startet mit einer Massenchoreografie.  © PR/Kampnagel/Fabian Cambero

Dabei bilden 100 Performer - darunter 80 aus Hamburg und 22 aus Vidals Compagnie - einen Stimm- und Bewegungschor, teilte Kampnagel mit.

Begleitet werden die Performer von einer Live-Elektro-Komposition von Diego Noguera und von Projektionen der Licht- und Videokünstler Andrea und Octavio Gana und Julio Escobar.

Vidal, ein Spezialist für Massenchoreografien, will die kollektive Wahrnehmung und das politische Potenzial der Masse erforschen.

Explizit politisch sind die Arbeiten des iranischen Choreografen Mohammad Abassi, die an der Zensur vorbei müssen, um in einem Land, in dem Tanz wegen seines sittenwidrigen Potenzials verboten ist, überhaupt gezeigt werden zu können. "Nahoft" ist ein Stück mit Huhn, das sich "als Reflexion über Herrscher und Beherrschte lesen lässt".

Die libanesische Theatermacherin Hanane Hajj Ali beschäftigt sich in ihrem Stück "Jogging" mit den politischen Verhältnissen in Beirut.

"Wie würde Medea 2019 sprechen, tanzen, trauern?" - Das fragt sich der amerikanische Choreograf Trajal Harrell in seiner Interpretation von "O Medea" nach Euripides. Die Hamburger Regisseurin Monika Gintersdorfer zieht mit der Uraufführung "Körper als Unternehmen" Parallelen zwischen Emile Zolas Roman "Der Totschläger" über die Lebensbedingungen im Arbeiterviertel Chateau Rouge und dem Hamburger Stadtteil St. Georg.

Zusammen mit dem bildenden Künstler Knut Klaßen bespielt Gintersdorfer außerdem eine Installation nach Plänen von Bauhaus-Direktor Hannes Meyer auf der Kampnagel Piazza.

Das 9. Live-Art-Festival läuft noch bis zum 15. Juni. Alle Termine findet Ihr >>hier.

Die Interpretation von "O Medea" nach Euripides.
Die Interpretation von "O Medea" nach Euripides.  © PR/Kampnagel/Nick Knight/SHOWstudio for ONASSIS ST

Titelfoto: PR/Kampnagel/Fabian Cambero

Mehr zum Thema Hamburg Kultur & Leute:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0