Echte Sensation! Forscher entdecken völlig unbekannte Art tief unterm Eis

Alberta (Kanada) - Die Überreste des fliegenden Ungetüms lagen tief unterm Eis verborgen. Ein fossiles Skelett, welches Wissenschaftler vor 30 Jahren ausgruben, stellte sich nun als bislang völlig unbekannter Flugsaurier heraus.

So könnte der "Cyrodrakon boreas" in etwa aus der Vogelperspektive ausgesehen haben.
So könnte der "Cyrodrakon boreas" in etwa aus der Vogelperspektive ausgesehen haben.  © Twitter Screenshot @MeanwhileinCana

"Eisdrache des Nordens" - so nannten die Forscher, die gleichzeitig große "Game of Thrones"-Fans sind, liebevoll ihren sensationellen Fund.

1989 entdeckte die Gruppe kanadischer Wissenschaftler in der Provinz Alberta fossile Überreste tief unter dem Eis. Es handelte sich um Wirbel-, Gebärmutterhals- und Beinknochen.

Lange Zeit war nicht klar, was die Forscher hier überhaupt ausgegraben hatten. Es fehlten moderne wissenschaftliche Instrumente und Methoden zur eindeutigen Klassifizierung.

30 Jahre später wurde das Geheimnis nun gelüftet, wie "CNN" und der "Independent" berichten.

Demnach handelt es sich um eine Spezies, die bisher noch nicht bekannt war. Die neue Flugsaurier-Art wurde auf den Namen "Cyrodrakon boreas" getauft.

Mit einer vermuteten Flügelspannweite von bis zu 10 Metern war der Dinosaurier offenbar eines der größten fliegenden Tiere in der Geschichte des Planeten. Laut den Forschern soll er während der Kreidezeit vor 76 Millionen Jahren gelebt haben.

Und das ist noch nicht alles: "Genau wie heutige fliegende Tiere könnten sie wichtige Hinweise darauf geben, wie Tiere damals auf große klimatische Veränderungen reagierten", sagte einer der Wissenschaftler.

Knochenmark-Analyse lieferte Forschern den eindeutigen Hinweis auf eine neue Spezies

Eine künstlerische Darstellung der neu entdeckten Dinosaurier-Art.
Eine künstlerische Darstellung der neu entdeckten Dinosaurier-Art.  © Twitter Screenshot @ndtv

Das entdeckte Fossil wies außerdem viele Kampfnarben sowie vernarbte Knochen und Zähne auf. Ein Indiz dafür, dass der Flugsaurier einem brutalen Überlebenskampf mit anderen Räubern ausgeliefert war.

Nicht zuletzt ist auch die Anatomie interessant, da sie viel über die damaligen Lebensgewohnheiten des Tieres aussagt.

Das Forscherteam nimmt an, dass der "Cyrodrakon boreas" aufgrund seiner muskulösen Form ein Bodenjäger war, der seinen Körperbau zur effizienten Flucht nutzte, um Gefahren zu entkommen, oder um seine Beute schnell zu ergreifen.

Die fliegende Bestie konnte wohl maximal neun Meter groß werden und bis zu 250 Kilogramm auf die Waage bringen.

Sein Kauapparat konnte wahrscheinlich alles fressen, was in seine Kehle passte, einschließlich Eidechsen, Dinosaurier-Babys und Säugetiere.

"Die Kreatur ähnelt den größten bekannten Pterosauriern, aber wichtige Merkmale, die aus dem Knochenmark entnommen wurden, zeigen, dass sie tatsächlich Teil einer neuen Gattung und Art ist", sagte Professor Habib, der für die detaillierte Vermessung der Knochen zuständig war.

"Dass die Dinosaurier so groß werden konnten, verdankten sie nicht zuletzt dem höheren Sauerstoffanteil in der Luft", ergänzte der Wissenschaftler.

Die Forscher hoffen nun, einen besseren Einblick in die Bewegungen des Flugsauriers zu erhalten, und herauszufinden, welchen physikalischen Grenzen er dabei unterlag.

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