Paar holt Schwein aus Tierheim: Einen Monat später wird es zum Abendbrot verspeist

Molly, das Hängebauchschwein, ist tot.
Molly, das Hängebauchschwein, ist tot.

Duncan (Kanada) - Eine Welle der Empörung wurde in Kanada ausgelöst, nachdem ein Schwein aus einem Tierheim geholt und anschließend verspeist wurde.

Molly war eines von 57 Schweinen, die von der Tierhilfsorganisation "DUNCAN SPCA" aus schrecklichen Verhältnissen gerettet worden waren. Die Tiere wurden dank der Geduld und liebevollen Fürsorge der Organisation wieder gesund.

Anschließend versuchte man die Tiere an ebenso tierliebe Familie zu vermitteln. Im Januar entschied sich ein Paar aus Vancouver Island für das süße Hängebauchschwein. Wie alle anderen zukünftigen Besitzer, wurden auch sie von "Duncan SPCA" gründlich geprüft.

Doch nur einen Monat später, tauchten auf Snapchat Bilder und Videos des Paares auf, wie sie Molly schlachteten, zubereiteten und schließlich zum Abendbrot aßen.

"Normalerweise erhälst du Bilder davon, wie großartig sich die Tiere in ihren neuen Familien machen", erklärt eine langjährige SPCA-Mitarbeiterin geschockt. "Es ist ein ziemlich umfassender Bewerbungsprozess, um sicherzustellen, dass wir ein gutes Zuhause gefunden haben."

Laut eigenen Aussagen, soll das Paar Probleme beim Training mit Molly gehabt haben. Am 16. Februar informierten sie das Tierheim dann ganz selbstverständlich darüber, dass sie das Schwein deshalb zu Fleisch verarbeitet und verspeist hätten.

"Die erste Reaktion, die ich gespürt habe, war Schock", so eine Mitarbeiterin, die Molly im Tierheim gepflegt hatte. "All die Tiere, die wir aufpäppeln, wachsen uns sehr ans Herz."

"Zu hören, dass jemand dies einem Tier angetan hat, an dem wir so hart gearbeitet haben, um sicherzugehen, dass es gesund wird und mit aller Kraft versucht haben, ein gutes Zuhause zu finden, ist absolut herzzerreißend." Und weiter erklärt sie traurig: "Leider kann man nicht garantieren, dass jemand dir gegenüber ehrlich ist."

Nicht nur in der Tierhilfsorganisation, auch auf Facebook kochten die Emotionen hoch. In Kanada ist es nicht verboten, ein Tier, was man selbst besitzt, zu töten und zu essen.

"Es müsste für viele Menschen ein Schock sein, zu erfahren, dass dies nicht nur die 771 Millionen Nutztiere umfasst, die jedes Jahr umgebracht werden, sondern auch Hunde, Katzen, Dickbauchschweine und andere rechtmäßig gehaltene Haustiere", heißt es auf der Website von "Animaljustice".


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